Außenansicht im Winter
    Home    Buddhismus    Über Uns    Termine    Kontakt    Links    Besonderes
       Unser Zentrum      Die Altmühle      Tagebuch
    2006    2007    2008    2009    2010

  Anfänge    März '06    Besuch vom Lama    April '06    Mai '06    Ende Mai '06    Juni '06    Juli '06    Ende Juli '06    August '06
  September '06    Konzert    Oktober'06    November'06    Dezember '06

Nach leider fast einem Monat Zwangspause geht es nun endlich Stück für Stück weiter mit dem Tagebuch!
Bitte entschuldigt die arbeitsbedingte Verzögerung.

 
Am Samstag, den 20. Mai zeigte sich ein toller Regenbogen über der Altmühle.
Sehenswert waren auch die Spurts, die eingelegt wurden, um rechtzeitig mit der Kamera dabei zu sein.

Nick lässt sich davon nicht aus der "Ruhe" bringen - er beschallt seit Stunden das gesamte Anwesen mit der Schleifmaschine.
Er legt die Dielen in der Diele im Obergeschoss frei. Nach einem Tag mühevoller Arbeit ist das Ergebnis wunderschön. Jetzt darf man nur noch ohne Schuhe ins OG.
   

Peter ist zu Besuch. Unvermittelt steht er nach dem Abendessen auf und geht in den Hof, was wir erst so richtig durch den Feuerschein mitbekommen.
Das ist ja was!! Sofort sind wir draußen und staunen. Aber es kommt noch besser: "Wollt ihr auch mal?" - Natürlich!! Erst üben wir mit Wasser und Johannes muss sich darauf konzentrieren, nicht immer den Rest herunterzuschlucken. Das sollte man mit der brennbaren Flüssigkeit nicht tun!
Sven traut sich als erster (siehe oben). Er überlebt knapp.
Johannes ist dann so voller Elan, dass der sonnenhelle Schein die Kamera überfordert. Nick tut es den anderen gleich und alle sind stolz. (Leider waren Rudi und Ellen nicht mit dabei.)
Johannes entscheidet, in Zukunft mit dieser Methode den Grill zu entzünden.
   
So. 21.05.2006
Die bisherigen Einkünfte der Altmühle – also die Mietzahlungen der Bewohner sowie regelmäßige Spenden – reichen nicht aus, um die Nebenkosten zu tragen. Das sind vor allem die Heizkosten für die großen, gemeinschaftlich genutzten Flächen sowie Versicherungen.
Daneben müssen natürlich auch die Materialien für aktuelle Renovierungen und später der Aubau finanziert werden.
Daher wurden für heute 2 Vertreter aus jedem Zentrum zu einer Mitgliederversammlung des Vereins Mittelrhein eingeladen, um Strategien zu entwickeln, die momentan fehlenden ca. 800 EUR pro Monat aufzubringen. Nach fruchtbarer Diskussion entscheiden sich die Vertreter für ein Patenschafts-System. Jeder Interessierte kann für sich selber entscheiden, ob und in welcher Höhe er eine Patenschaft übernehmen möchte.
Im Laufe der folgenden Tage entwickeln wir ein Formular für die Patenschaft, welches die wichtigsten Informationen zur Altmühle enthält, die Leute begeistern und in den Zentren ausgelegt werden soll.
 
 
 
Die Beteiligung an der Diskussion war rege...
...im allgemeinen.

Bei demTreffen hat sich gezeigt, dass die Altmühle mehr und mehr von den „Mittelrheinern“ als ihr gemeinsames Projekt gesehen wird. So haben sich spontan die Organisatoren des vergangenen Osterkurses mit uns zusammengetan, um ein Arbeitswochenende der ganz besonderen Art durchzuführen.
Die Bewohner hatten den Wunsch, alle Freunde der Region einzuladen, um deren Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren. Als Mittler und Stimme aller Mitglieder einerseits und der Stiftung als Vermieter andererseits, ist es uns wichtig zu wissen, was die Zentren sich wünschen. Außerdem wollen wir Ideen finden, die gemeinsame Arbeit im Retreatbetrieb sowie beim Umbau zu organisieren. Jeder soll sich einbringen können. Und das ist natürlich auch ein Grund, zu feiern. Der Termin steht schon: 8.+9. Juli.
   
Montag, 22.05.2006
Die Bau und Abrissarbeiten gehen weiter. Peter aus Donnersberg bringt seine Erfahrung und Tatkraft ein und legt den durchgefaulten Querträger in der Kleinen Werkstatt frei. Sven entfernt in einem (vor Jahrhunderten benutzten) Bad den losen Putz von der Wand. Ellen ölt den neu abgeschliffenen Boden im OG. Susan reinigt die Wendeltreppe und den Flur. Maria macht sich in der Küche nützlich und Johannes arbeitet an einem Artikel für die Zeitschrift Buddismus Heute. Wir treffen Vorbereitungen, um am Wochenende 1-2 Duschen und 2 Toiletten einzubauen. Am Nachmittag trifft Gerhard vom Schwarzenberg ein, um für ein paar Tage zu bleiben
.
Durchgefaulter Balken

Di. 23.05.2006
Der Raum, in den die provisorischen Duschen eingebaut werden sollen, ist fast leergeräumt. Eine tonnenschwere Eisenbadewanne wird von Sven und Johannes aus dem Raum gewuchtet.
Parallel dazu gibt es nun eine zweite Baustelle: Am Vortag hatten Susan und Sven bereits damit begonnen, die ehemaligen Produktionsräume („das Atelier“) auszuräumen. Viele Bretter, Holzbalken und anderes Material war dort gelagert - es findet einen vorübergehenden Platz in der Scheune. Heute hat Sven bei dieser Arbeit in Gerhard eine kraftvolle Unterstützung.
Susan und Sven sind nicht nur zum Arbeiten sondern auch zum Meditieren hier und setzten dies gekonnt um. Sven macht zu der schweren Arbeit noch fleißig Verbeugungen! . . . Hut ab!
Die vorhandenen Installationen...
Hier die Duschen hin?

Rudi ruft zum...
Mi. 24.05.2006
Unsere Frauen sind weg. Uns so haben auch mal die Männer „das Sagen“. Johannes schreibt weiter mit Hochdruck am Artikel, denn der muss in wenigen Tagen zum Druck. Susan macht eine Großreinigung. Der komplette untere Stock blinkt und glänzt und das ganze Haus duftet nach Frühling. Gerhard und Sven schleppen unter anderem alte, schwere Eisenfenster aus dem „Atelier“ in den Schuppen. Vieles kann man noch gebrauchen, anders muss entsorgt werden. Unsere „Mülldeponie“ befindet sich im Schuppen bei der Einfahrt und so müssen die Jung´s bis zum Abend einige Kilometer mit der Schubkarre zurücklegen. Das Abendbrot haben sie sich redlich verdient! Zuvor muss aber noch eingekauft werden. Morgen ist Feiertag und der Kühlschrank ist leer.
...redlich verdienten Abendbrot!
   
Do. 25.05.2006
Die Bewohner wurden für den heutigen Vatertag vom Naturschutzbund BUND zum Grillen in den Steinbruch bei Gundersheim eingeladen. Eine nette Geste, wie wir meinen. Gerne nahmen wir die Einladung an, aber leider fällt jetzt das Treffen sprichwörtlich „ ins Wasser“. Es regnet (worüber wir hier, in "einem der vier Trockengebiete Deutschlands" fast froh sind). So sind Sven und Susan aber auch nicht alleine im Zentrum.
Leider muss Johannes trotz des Feiertages zur Arbeit fahren - das Los der Selbstständigen. Wir sitzen immer noch gemütlich am Frühstückstisch zusammen, als zwei Freunde aus Karlsruhe zum Meditieren an diese schöne Stelle kommen. Kurze Zeit später beehren uns drei Ulmer, die auf der Durchreise mal kurz vorbeischauen. Es gefällt ihnen gut hier. Ist das ein Wunder?
Michael und Barbara aus Saarbrücken mit ihren drei Mädels treffen am Nachmittag mit selbstgebackenem Kuchen, einem Anhänger (den sie uns als Leihgabe zur Verfügung stellen) sowie einem Schrank ein. So haben sie das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Tausend Dank den Fünfen.


Fr. 26.05.2006
Das Material zum Ausbau des Duschraums wird angeliefert. Gerhard fährt weiter fleißig die alten Eisenfenster spazieren. Am Nachmittag sind beide Räume leer.
Klaus beginnt im alten Bad, unterstützt von Sven, die Position der Wasserleitungen und Abwasserrohre festzulegen. Beim Bohren der Löcher läuft die 30 Jahre alte Bohrmaschine von Rudi heiß. Stefan aus der Mannheimer Sangha kümmert sich um die Elektrik und verschafft sich einen ersten Überblick über die alten Leitungen. Es ist gut, für jeden Bereich einen Verantwortlichen zu haben, der auch den Überblick behält. Nur so kann effektiv gearbeitet werden. Zur Freitagabendmeditation kommt Besuch aus Darmstadt und Donnersberg. Auch eine Freundin aus Trier trifft ein zum Retreat und hat leckere Sachen aus Luxenburg und von ihrer Mama mitgebracht. Wir sitzen alle noch lange in einer lustigen Runde zusammen.
   
Konspiratives Treffen im Busch.

Versteckt zwischen den Büschen ganz hinten im Garten begutachten gestandene Männer den geheimen Inhalt von Kartons.
Ganz ehrlich: wir wissen bis heute nicht, was sich darin befindet. Man sagte uns, es sei ein Igel-Päärchen. Die aber seien nachtaktiv und des Tags nicht zu sehen (es sei denn, sie seien krank). Toll.
Das Katzenfutter, das wir nun regelmäßig jeden Abend hinstellen ist zwar morgens verschwunden und wir bekommen dafür ein eindeutig verdautes Geschenk.
Aber sind es wirklich Igel? Zumindest kennen sie nicht den Unterschied zwischen einem Essraum und einer Bedürfnisanstalt.
Na, Hauptsache sie sind glücklich zwischendrin!
   
Sa 27.05.2006
Für heute erwarten wir eine Gruppe von Freunden aus Frankfurt. Auch Klaus triftt ein, der im Duschraum weiterarbeitet. Er bekommt tatkräftige Unterstützung von Daniel aus Heidelberg. Die beiden sind vom Fach und so sind am Abend alle Rohre verlegt. . . . EINSAME SPITZE!
Lüfter-Loch zum neuen Duschraum

 
Susan und Sven reisen heute (schweren Herzens) wieder ab. Im ersten Stock ist Eckhard mit der Demontage eines defekten Uralt-WC´s beschäftigt. Lilo hat sich mit Pinsel und Lack bewaffnet und arbeitet im OG. Ein anderes Team ist im ersten Stock des Retreat-Anbaus mit Ausräum- und Abbrucharbeiten beschäftigt. Christian aus KL will (eigentlich) etwas Ruhe und an seinem Laptop arbeiten und meditieren. Jetzt, da er die Jung´s arbeiten sieht, juckt es ihn in den Fingern. Der morsche Träger in der Kleinen Werkstatt zieht ihn, den Zimmermann, magisch an. Und so steht er kurze Zeit später in Arbeitsmontour „auf der Matte.“ Hier zeigt sich was ein Kagyü-Handwerker ist. Im Nu ist ein riesiges Loch in der Decke und es staubt, dass niemand mehr seine Hand vor den Augen sieht. Nachdem sich der Nebel gelegt hat wird der Träger entfernt. In kurzer Zeit ist ein neuer, alter Träger eingebaut, der in den Kuhställen lag.

Verstaubt...
..und bekleckert.

Damit es weitergehen kann, muss jetzt Material her. Schnell ist die Einkaufsliste gemacht und Daniel stellt seinen Transporter zur Verfügung.
 
Starke Männer...
...und Frauen!

Oh, je! Kaputtgemacht!
Noch immer gibt es etwas Neues zu entdecken!!
   
 
On the road again.
   
Jeder nur ein Kreuz, bitte!!
Bei Risiken und Nebenwirkungen...
Und wer spielt heute mit mir?
   

So. 28.05.2006
Die ersten Freunde zieht es, bei sonnigem Wetter, schon um 6:00 Uhr aus den Federn in den Hof. Chris ist voller Tatendrang und scheint es kaum abwarten zu können, wieder die Kelle in die Hand nehmen zu dürfen. Zuvor werden aber noch Verbeugungen gemacht. Anschließend ist Frühstück angesagt. Die Mädels zaubern gemeinsam einige leckere „Kraftspender.“ Zur gleichen Zeit sind einige am Meditieren oder mit einer Tasse Kaffee „bewaffnet“ in's Gespräch vertieft.
Den Zementputz in der Wanne anzurühren ist mühsam. Besser geht das mit dem Betonmischer, der schnell aus der Scheune geholt wird. Wasser wird aus der Quelle genommen, muss aber mit einem Schlauch aus dem Garten in den Hof befördert werden. Kein Problem für den „ Hausmeister“ vor Ort. Den Transport der schweren Eimer in den ersten Stock übernehmen Christoph, Frank und Eckhard. Den Inhalt schmeißt Chris dann schwungvoll an die Wand. Er will es wissen und geht ans Werk mit den Worten: „Die Wand mach' ich fertig.“ Bravo! Ein Mann der beendet, was er angefangen hat.
Ungewohnte Perspektive durch das Loch im Boden in die Kleine Werkstatt.

Waltraut, Maria und Birgit sind auch heute die Küchenfeen. Maria bekommt Besuch von drei Studienfreundinnen. Die Damen schauen dem sonntäglichen Treiben mit Interesse zu, bleiben bis zum Abend und leisten uns Gesellschaft bei Kaffee und Kuchen. So schlimm scheinen die Buddhisten nicht zu sein. Im OG wird der Flur eingeräumt. Gerhard und Lilo haben sich zur Aufgabe gemacht, dort eine kuschelige Entspannungs-Ecke entstehen zu lassen.

Frank hat die Aufgabe, den Dachboden leerzuräumen. Dabei kommen einige interessante Antiqitäten zu Tage. Überbleibsel der bis 1936 in der Altmühle ansässig gewesenen Möbelfabrik. Die Maschinen wurden damals vom Mühlrad angetrieben - daher die vielen großen Holzräder. Über diese liefen lange Transmissionsbänder, welche die Bewegung des Mühlrades bis zu den einzelnen Arbeitsplätzen vermittelten.
 
 
Mit kleinen Zahrädern aus Holz!!
Wofür diese Maschine mal gedient hat?
 
Eine funtionsfähige Waage!!!

Chris, Gerhard und Waltraut bleiben über Nacht und fahren in der Frühe direkt von der Altmühle zur Arbeit. DANKE ALLEN HELFERN UND FREUNDEN für dieses großartige, arbeitsreiche und tolle Wochenende.

Auch nach Monaten noch gibt es idyllische Ausblicke zu entdecken! Wer findet heraus, wo dieses Fenster liegt?

 
Ich...Ich war auch da!
   


nach oben

 

© Buddhistische Zentren Mittelrhein der Karma-Kagyü-Linie e.V.       Impressum        Webmaster