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Liebe Freunde, wir haben ja nun momentan in JEDER Woche ein Bau- bzw. Arbeitswochenende, damit die Räume rechtzeitig zum Mittelrhein-Kurs im Januar fertig werden.
Das verzögert leider die Berichterstattung an dieser Stelle. Wir hoffen, ihr bleibt trotzdem bei der Stange und freuen uns mit euch auf weitere Neuigkeiten.

(Das Foto stammt aus den Weinbergen hinter der Altmühle.)
   

Mi. 27.09.2006
Die letzten Aufräumarbeiten werden erledigt. Nachdem alle Bierbänke wieder zurückgebracht wurden, ist das Zentrum wieder im (fast) ursprünglichen Zustand. Im Retreat-Anbau wird (wieder einmal) eine Wand von losem Putz befreit. Unsere Gompa bekommt ein Regal für Medikissen. Oder besser gesagt, die in das angrenzende Bad führende Tür, welche die ganze Zeit verschlossen war, wurde entfernt und rückseitig verschlossen. In der entstandenen Nische lagern jetzt die Medikissen. So kann man nun besser meditieren und auch besser duschen. ;-))

Do. 28.09.2006
Heute haben wir das LETZTE LOCH (zumindest für das nächste Jahr und in diesem Stockwerk) im Vorraum des Retreat-Anbaus zugegipst. Nicht, dass jemand glaubt, wir würden darauf pfeifen!!
An einer Decke wurde noch die Farbe entfernt und im neu entstandenen Zimmer eine Wand verputzt.

Sa. 30.09.2006
Achim ist für 2-3 Stunden da und kratzt weiter fleißig Farbe von der Decke. (Hier ersparen wir euch einen Kalauer mit „Abkratzen“...)

So.- Mi. 01.-04.10.2006
Die zuvor verputzte Wand bekommt den letzten Schliff, bevor der Heizkörper wieder angebracht wird, den Daniel die Woche zuvor auf die Schnelle abgebaut hat. Dann könnte er neu gestrichen oder gespritzt werden. Johannes hat ihn schon abgeschliffen und grundiert. Auch hier ist jetzt die letzte Wand vergipst und bis auf die Decke fertig. Jetzt fehlt nur noch Farbe. Zwischen der Arbeit verwöhnt uns Johannes mit seinem Hähnchen in Zitronensoße. Ein . . . Gaumenschmaus . . . kann ich euch sagen.

   
Fr. 06.10.2006
Heute beginnt das ERSTE RETREATWOCHENENDE im Zentrum Altmühle. Zweieinhalb Tage Medizinbuddha-Retreat mit dem buddhistischen Lehrer Wilfried Senger. Die erste Sitzung beginnt um 20:00 Uhr.

Sa. 07.10.2006

Heute gibt es drei Sitzungen mit anschließender Meditation. Wir haben viel Zeit für die Erklärungen, so dass wir allerlei bislang Ungehörtes erfahren. So sind alle völlig konzentriert.
In den Pausen zieht es uns in den Garten. Willi testet auch sofort den neu gekauften Häcksler. Dieser schnurrt wie eine Nähmaschine und Willi ist begeistert. 4 cm dicke Äste werden zerkleinert, als wären sie aus Butter. Nicht alle Frauen können unsere Begeisterung teilen. Aber Mann verzeiht ihnen diese Emotionslosigkeit.
   
   
   
In der Pause streicht Johannes mal wieder mit dem Fotoapparat ums Anwesen. Wir brauchen noch ein Foto für die Visitenkarten und das Wetter ist einfach toll. Dabei entdeckt er, dass der Efeu im Wingert mit Schwärmen von Schmetterlingen und noch mehr Bienen belebt ist. Die warme Spätsommersonne hat den Busch zum Blühen gebracht. Alles summt und übertrifft sich gegenseitig an Schönheit. Was für ein Schauspiel! So, oder ähnlich, muss es im reinen Land sein.

   



Nach der letzten Sitzung an diesem Tag gehen wir im Mondschein in den Weingärten spazieren. Die mitgenommenen Taschenlampen kommen aber nicht zum Einsatz. Sternenklarer Himmel und Vollmond . . . herrlich!

So. 08.10.2006
Dieses herrliche Retreat-Wochenende klingt nach einer letzten Sitzung am Morgen mit dem gemeinsamen Mittagessen aus. Wir können nicht sagen was besser war: Die Belehrungen von Wilfried, das (wie immer) gigantische Essen von Christoph und Christiane oder das Zusammensein mit den Freunden an diesem herrlichen Ort. Dieses fantastische Wochenende war ein Geschenk.
Om
   
Di. 10.10.2006
Unser Retreatgast Christel meditiert fleißig. Zwischen den Sitzungen wird dem kostbaren Menschenkörper auch etwas Nahrhaftes zugeführt und gearbeitet wird noch dazu. Im Weinkeller wird mit schwerem Werkzeug eine Klappe geöffnet, damit Luft zirkulieren kann. Wir hoffen, so die Feuchtigkeit aus dem Raum zu bekommen, damit man dort Äpfel und Birnen lagern kann. Dazu baut Christel ein Regal auf. Im Retreatanbau ist Johannes damit beschäftigt, den Heizkörper zu spritzen.

Mi. 11.10.2006
Viele Äpfel und zu wenig Regale! Aber es gibt noch massenweise Teile zum Anbauen. Schnell sind weitere vier Böden eingebaut und die Äpfel, die noch in einem Korb liegen, ausgelegt.
   
Sa. 14.10.2006
Am Vorabend sind schon einige Gäste eingetroffen die Frank Huhns Belehrungen an diesem Wochenende lauschen wollen. Ein junger Mann namens Julien ist ganz neu beim Buddhismus. Mit Achim macht er sich nützlich, indem er Farbe von einer Decke entfernt.

Während Alana in der Küche mit Christoph zusammen Gemüse putzt, öffnet Tom - mit Meißel und Vorschlaghammer bewaffnet - mehrere zugemauerte Fensteröffnungen in den Kellergewölben unter der Scheune. Die richtige Arbeit für einen Mann vom Bau.

Britta stürzt sich auf den letzten noch unbehandelten Holzbalken, während ihre Tochter Mara zu „auf Maria“ geht. Sie hat an Maria einen Narren gefressen (was wir verstehen können). Sie fertigt extra für die Altmühle ein schönes Wasserfarbenbild an.

Am Nachmittag treffen zwei Freunde ein, die auf der Durchreise sind. Nach einem Besuch bei Verwandten erinnern sie sich Thomas aus Amsterdam und Claudia aus Duisburg, dass in der Nähe von Worms doch so ein neues Schloss sein soll. Und so kommen wir in den Genuß ihres Besuches.
   
Die "Nudeln à la Christoph" und die gesunde Gemüse-Beilage mit Quark kommen gut an. Christoph verwöhnt uns immer ganz besonders und ist dank seiner selbstständigen Arbeitsweise eine großartige Unterstützung für die Altmühle. (Wenn er seine Hilfe zusagt, dann reicht es, ihm die Anzahl der hungrigen Münder mitzuteilen und man kann sich darauf verlassen: Er kommt rechtzeitig mit dem vollgepackten Auto, verwöhnt uns mit den leckersten Dingen und wenn er am Sonntag wieder fährt, ist alles wieder sauber und an seinem Platz.)
Daher bekommt er von uns den "Ersten Altmühler Heiligenschein" verliehen!!
   
Frank, der buddhistische Reiselehrer, kommt schon früh an und entfernt mit zwei Freunden noch einige Dielen in der ehemaligen Produktionshalle.
Und nach einem fantastischen Abendessen lauschen wir alle ganz konzentriert seinem Vortrag.


So. 15.10.2006
Frühstück- Belehrungen über Diamantgeist- Meditation- Mittagessen- Aufräumen- Spaziergang bei herrlichem Wetter- Große Verabschiedung- Heimreise. Der heutige Tag in kurzen Worten.
   
Doch! ...eins ist noch passiert am Sonntag: Christoph hat sich einer (für uns doch sehr fragwürdigen) "Therapie" unterzogen, die vorgegebenermaßen gegen Rückenschmerzen helfen sollte. Wir haben da so unsere Zweifel. Warum hat er dabei so komisch gegrinst?
Naja, wir haben uns gesagt, dass man die Kinder spielen lassen soll, solange sie sich nicht streiten und sind spazierengegangen.
   
Mo. 16.-18.10.2006
Roman kommt für einige Tage zum Retreat. Wohl gemerkt, RETREAT, nicht arbeiten. Ja, auch das geht!!
Für uns Bewohner geht die Arbeit allerdings weiter. Flur und Zimmerdecken werden vergipst. Der Boden im Flur wird angeglichen, da noch ein unschöner Absatz vorhanden ist. In zwei der neuen Zimmer baut Christel – ihres Zeichens Tischlerin - vor die Heizungsrohre eine Holzverkleidung.

Draußen wird es nachts kälter, so dass für unsere gigantischen Topfpflanzen die Zeit zum Umsiedeln gekommen ist.

Zu allem Überfluss fällt dann auch noch in der Nacht die Heizung aus. Da muss man sich gegenseitig wärmen und für die Paare wird’s erst so richtig kuschelig. Geduld auf der einen Seite und schnelles, überlegtes Handeln auf der anderen Seite ist jetzt gefragt. Mit Hilfe der beide Bodhisattvas Klaus und Daniel bekommen wir die Heizung wieder zum Laufen und so müssen wir die Betten wieder verlassen ;-)
   
Fr. 19.10.2006
Maria und Johannes haben über das Wochenende Besuch von Freunden.
Eine Helferin trifft schon am Freitagabend ein, um sich am Samstag morgen gleich auf die Arbeit zu stürzen. Sie kommt vom Limburgerhof mit der S-Bahn und ihrem Fahrrad pünktlich zur öffentlichen Freitagsabend-Meditation und genießt mit uns ein Hirschgulasch à la Johannes.

Bei einem Spaziergang am Nachmittag freuen wir uns wieder mal über "eine der sonnenreichsten und trockensten Regionen Mitteleuropas mit 550 l/m2 Jahresniederschlag im Durchschnitt" und erinnern uns daran, dass der Wonnegau "mit 1600 Stunden Sonnenscheindauer zu den wärmsten Weinanbaugebieten Deutschlands gehört".
Unser Besuch aus Münster (nicht ganz so regenarm) tritt den Spaziergang passend zur Jahreszeit mit Winterjacke und Schal an...um dann völlig verschwitzt im T-Shirt die Gegend zu genießen.
   
Sa. 20.10.2006
Heute sind so viele Helfer da, dass wir an mehreren Baustellen gleichzeitig arbeiten können. In der Produktionshalle entfernen zwei starke Mannen den Treppenaufstieg zum Dachboden. So können sich die Frauen - bis an die Zähne bewaffnet mit Farbrollen, Pinsel, Folie, Klebeband und über 40 Liter Farbe - von Zimmer zu Zimmer durchkämpfen. Ich kann euch sagen: Fast kein männliches Wesen kam in ihre Nähe.
Das Ergebnis dieses Tages ist allerdings beachtlich und am nächsten Tag wird die ganze Sache abgerundet. Lasst euch überraschen!!!!!

Mit der versteckten Kamera...
konnte man(n) anschleichen.
   
Abends ist der Mediraum voll und bei der Anrufung des Schützers ist die Kraft zu spüren, die in der gemeinsamen Aktivität steckt. FANTASTISCH diese Freunde! Alexander verkündet, dass er seine Meisterprüfung bestanden hat! Auch bei der „Vernichtung“ des mitgebrachten Sektes „opfern“ wir uns hingebungsvoll. Während einige gesellig zusammen sitzen, fackeln andere im Hof die Holzreste ab, die beim Entfernen der Dielen und des Treppenaufgangs in der Produktionshalle angefallen sind.
   
So. 21.10.2006
Sonntag morgen. Wir kommen langsam wieder in die Gänge. Die ersten Heldinnen meditieren schon um 7:30 Uhr.
Nach dem Frühstück wird weiter gestrichen und im Garten wird das Efeu gezwungen, die schöne Sandsteinmauer wieder freizugeben. Der alte Mühlengraben wird „entlaubt“ und ein Rohrgestell, das als Rankgitter diente, wird entfernt und zerlegt. Anna-Maria ist unermüdlich und hilft mit großem Elan bei vielem was so an fällt und sucht immer wieder einen neuen Wirkungskreis. Ein Power-Girl.
Nachdem „die Endreinigung“ (Essraum, Gompa, Schlafraum, aufräumen und Staub saugen, Bad, WC, Flur, Küche putzen) erledigt sind, bereiten die fleißigen Helfer wieder alles für die Heimreise vor.
Hier zeigt sich deutlich: Der weiße Tarnanzug ist dem roten bei weitem überlegen.
So tarnt sich auch der Schneeleopard sehr effektiv. (Diese Helferin wurde mit dem Infrarot-Sichtgerät aufgespürt.)
   
Sa.-So. 28.-29.10.2006
Einige Freunde aus Gießen sind heute voll motiviert eingetroffen und stürzen sich sofort auf die Arbeit. Fenster werden gestrichen, der Hof wird gefegt, die Stufen einer Treppe werden verstärkt und in der ehemaligen Produktionshalle wird ein Fehlboden eingebaut. Die kulinarische Versorgung hat an diesem Wochenende Tom übernommen, eine weitere Hilfe im Küchen-Team. Christoph, der Ansprechpartner des Küchenteams, ist auch anwesend. Allerdings nicht zum Kochen. Heute genießt er es (noch mehr als sonst), einfach nur hier zu sein. Das geht auch! Maria, Johannes und Rudi sind „außer Haus.“ Maria besucht eine ihrer Schwestern. Johannes und Rudi verbringen eine echt spannende Zeit in Hamburg, beim Zentrentreffen.
   


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