Tagebuch der Retreatstelle Altmühle
Hier wollen wir über unsere Aktivitäten in der Altmühle in Form eines Tagebuches informieren. Wir können natürlich nicht jeden Tag dokumentieren. Aber die wichtigsten Ereignisse sowie einige beispielhafte Einträge sollen einen Überblick über die Entwicklung der Stelle vermitteln.
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Wie alles begann:
Artikel aus der Zeitschrift "Buddhismus Heute" Heft 41 - Sommer 2006. Titel: "Retreatzentrum Altmühle"
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Als wir am 17. Dezember 2005 die lang erwartete Nachricht erhielten, dass das Anwesen nun leerstand, entschieden wir uns spontan, zum Ende des Monats einzuziehen. "Wir" sind: Ellen, Rudi, Maria und Johannes. Die folgenden Wochen waren vom (überstürzten) Umzug sowie von den Renovierungsarbeiten in den alten Wohnungen sowie in der Altmühle geprägt. Zum Glück hatten wir trotz des Sylvesterkurses Unterstützung von einigen fleißigen Helfern.
Wir haben einen Raum (direkt hinter der Küche mit Blick in den schönen Garten) als vorläufige Haus-Gompa ausgewählt. Ellen und Maria liehen ihre Statuen aus, wir fanden noch einen netten kleinen Holztisch und so hatten wir schnell einen schönen Altar.
Nach der ersten gemeinsamen Meditation finden alle, daß dieser Ort eine ganz besondere Ausstrahlung hat und ein großes Geschenk ist.
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Gemeinsames Erschlaffen |
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Erste Sylvesterparty in Altmühle: Nachdem die letzten Umzugskisten in die Zimmer getragen waren, konnten wir gemeinsam mit den Helfern bei Wein, Raclette und Bleigießen erschlaffen. |
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Mo. 02.01.2006
Johannes muß früh nach Heidelberg. Heute soll sein Flügel gebracht werden. 350 kg kann man nicht so einfach in eine Umzugskiste packen. Rudi ist gerade dabei, den Hof zu fegen, als die „schweren Jungs“ vorfahren. Ole würde sagen: „Die beiden sehen aus, als könnte jeder ein Klavier rechts und links unterm Arm tragen.“ . . . na ja, die beiden trugen ein Klavier zusammen. Man konnte leicht sehen, daß sie ihr Geld tatsächlich „ im Schweiße ihres Angesichts“ verdienen. Nach getaner Arbeit bei einer Tasse Kaffee beweisen die "Packer" gute Kenntnisse in Sachen Buddhismus. |
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Di.03.01.2006
Heute melden sich unsere Mädel´s um. Somit sind sie jetzt echte Osthofener. Anschließend decken sich die Osthofener Mädels mit den wichtigsten Dingen zum Überleben ein.
Johannes ist in Heidelberg und beginnt, die alte Wohnung zu renovieren.
Rudi entsorgt alte Teppige und sonstige Sachen, die zum Sperrmüll sollen. Der Flur zum Anbau wird gereinigt, uvm. |
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Mi. 04.01.2006
Heute wird die Werkstatt um- und eingeräumt, da wir viel eigenes Werkzeug mitbringen.
Es wird mit Behörden telefoniert und das eine oder andere wird organisiert. Schnell ist der Tag rum und man fragt sich was man gemacht hat.
Maria und Johannes wissen was sie gemacht haben: Es gibt noch jede Menge Arbeit in der alten Wohnung in Heidelberg.
Ellen ist noch mit dem Einrichten der Wohnung in Haus 1 beschäftigt. Auch hier vergeht die Zeit wie im Flug. |
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Do. 05.01.2006
Zur Montage einer Lampe wollen wir die entsprechende Sicherung ausschalten. Nachdem die erste ausgeschaltet und als die falsche erkannt wurde, war die Welt noch in Ordnung. Leider ließ sich die Sicherung nicht mehr so einfach wieder aktivieren. Ohne Licht - des Nachts - kann es aber sehr dunkel sein. Nach einigen erfolglosen Telefonaten auf der Suche nach einem „Stromer-Fachmann“ mußten wir „selbst Hand anlegen“. Johannes hat genügend Mut, sich dem Problem anzunehmen und bewährt sich dabei.
Das Haupttor geht schwer auf und zu und ist für unsere Mädel´s zu schwer. Also wird es vom Handwerker vor Ort (Rudi) mit viel List und Tücke (und handwerklichem Geschick) wieder „flott“ gemacht.
Netter Besuch aus Landau u. Witten kündigt sich an. Bei mitgebrachtem Kuchen u. Kaffee aus unserer Küche klingt der Tag aus.
Maria und Johannes allerdings renovieren bis in den späten Abend weiter ihre Wohnungen in Heidelberg. |
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In Verhandlung mit der Sicherung |
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Fr. 06.01.2006
Johannes und Maria fahren wieder nach HD und hoffen, dass noch einige Helfer bei Renovieren der alten Wohnung helfen.
Ellen fährt wieder ins Saarland zur Arbeit.
Ich halte hier die Stellung. Gerade als ich aufbrechen will, um ein paar Besorgungen zu machen, steht ein Besucher vor der Tür. Mika aus Landau hat noch ein paar Tage frei und gibt uns die Ehre. Und so werden „die Besorgungen“ auf später verschoben. Stattdessen machen wir eine Führung und erstellen eine Bild-Dokumentation der Untermieter und ihrer gigantischen Spinnweben-Architektur. Faszinierend . . . für Mika! Schnell ist der Nachmittag vorbei. Nachdem sich Mika verabschiedet hat, werden Würstchen besorgt, da es am Abend etwas zu Essen geben soll.
Küche, Flur und Aufenthaltsraum werden noch gereinigt, und dann ist Feierabend. |
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Rudi schubst das Regal |
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Sa. 07.01.2006
Maria fährt wieder früh nach HD zum Renovieren der alten Wohnung.
Johannes hält hier die Stellung, da sich Klaus aus Darmstadt - Sanitärfachmann - angekündigt hat. Er verschaft sich ein Bild über den Zustand der Abwasser- u. Zuwasserleitungen und den Boiler. Auch Raimund (einer der Architekten) ist da. Gemeinsam wird geplant, gemessen, diskutiert, gesucht, Probebohrungen vorgenommen . . . bis es dunkel ist.
Am Nachmittag trifft auch Ellen wieder ein und wir machen uns alle über den Rest Linsensuppe vom Vortag her.
Spät am Abend treffen dann auch wieder Johannes u. Maria hier ein. Völlig kaputt von der Arbeit und mit sichtbaren Farbspuren von Kopf bis Fuß. Die Reste des Eintopfs werden vernichtet, Rudi schubst noch schnell das Regal in die Speisekammer und nach einer Dusche fallen alle in tiefen Schlaf. |
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So. 08.01.2006
Heute beginnt der Tag etwas später. Alle sind K.O. und wollen einen Tag ausruhen. Nach dem Frühstück (eher Spätstück) wollen wir uns bei den Nachbarn vorstellen. Wir fangen gleich vorne an der ersten Ecke an...kommen aber nicht weit. Wir werden herzlich begrüßt und dürfen eintreten, bekommen Tee u. Pralinen. Es wird ein netter Nachmittag mit selbstgebackenem Gebäck. Wir verabschieden uns am Abend nach einer Flasche Sekt mit der Zusage, bald alle Nachbarn zu einer Besichtigung des Anwesens einzuladen.
Maria zaubert uns noch eine leckeren Auflauf. |
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Do. 12.01.2006
Christel aus Mannheim ist wieder da und putzt und streicht dass es eine Wonne ist |
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Mondlicht - Klick zum Vergrößern |
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| Längster Kassenzettel der Welt |
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Johannes kann nicht einschlafen und hält (im Schlafanzug im Schnee stehend) diese schöne Mondstimmung fest. |
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Fr. 13.01.2006
Klaus aus Darmstadt ist gekommen. Er hilft, das Bad von Maria und Johannes funktionstüchtig zu bekommen. Es wurde schon seeeeehr lange nicht mehr benutzt: Es kommt z.T. kein Wasser und die Abwässer fließen munter in den Mühlgraben beim Nachbarn! Es braucht neue Armaturen sowie massenweise Rohre, um im Keller einen Anschluss an den Abwasserkanal zu verlegen.
Wir verbringen erstmal zweieinhalb Stunden im Baumarkt, bekommen aber im Gegenzug den längsten Kassenzettel der Welt! |
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Sa. 14.01.2006
Ein gewöhnlicher Tag, mit Besuch des Baumarktes (unser zweiter Wohnsitz) und weiteren Renovierungen.
Aber am Abend geht es um "Größeres": Wir bekommen Besuch von Achim, Jan, und Kurt von der Stiftung sowie Ali und Reinhold, zwei Architekten. Es geht um die zukünftige Nutzung und den Ausbau von Altmühle. Für Retreatgäste braucht man Gästezimmer, sanitäre Einrichtungen, eine gemeinsame Küche und einen Aufenthaltsraum. Mehr Wohnraum für zukünftige Bewohner wird auch gebraucht. Es zeigt sich, dass das Gebäude viele unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten bietet, die alle mehr oder weniger umfangreiche Umbaumaßnahmen erfordern. Wir entscheiden, uns künftig alle 14 Tage zu treffen. |
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Achim und seine Rolle... |
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Maria und ihre Rolle... |
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Mi. 18.01.2006
Achim aus Osthofen kommt, um unseren Meditationsraum zu streichen.
Wir besuchen die Gruppe Donnersberg, was wir schon lange vorhatten, aber zeitlich nie einrichten konnten. Umso schöner, dass wir es heute schaffen, denn es ist eine flotte Gruppe.
Do. 19.01.2006
Auch heute ist Achim wieder zum Streichen hier. Am Abend ist, bis auf einige „Kleinigkeiten“, der Meditations-Raum fertig.
Die ersten Gebetsfähnchen werden im Garten aufgehängt.
Christel aus Mannheim wirbelt auch herum - ein wahrer Schatz! |
Fr. 27.01.2006
Klaus hat sich wieder angemeldet u. wir verlegen weiter Abwasserrohre, um das Bad für Maria und Johannes in Betrieb nehmen zu können. Dieses erweist sich als Herausforderung, da die alten Verschraubungen größtenteils festsitzen und alte Metallguss-Rohre mit Steingut und mit neuen Kunststoff-Rohren kombiniert werden müssen. Da passt natürlich erstmal nichts.
Wir schaffen es auch, das Anschlussrohr aus Steingut zu zerstören, welches aus der Wand schaute. So müssen wir durch ein klaffendes Loch in der Kellerwand einen Anschluss finden zum dahinterliegenden Kanalrohr. Wir dachten schon, der Hof müsse aufgerissen werden - haben es aber gerade noch hinbekommen. Das war spannend!
Klaus aus Darmstadt ist wieder der Fachmann vor Ort. Es zeigt sich dabei, dass alle Wasserrohre im Haus erneuert werden müssen, da sie korrodiert und zugesetzt sind.
Der Meditationsraum ist jetzt fast fertig. Wir entscheiden, dass noch Fußleisten her müssen. |
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| Selbstgebastelt: Kanalanschluss |
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| Hermann ringt mit dem gelben Belag... |
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So. 29.01.2006
In der ehemaligen Küche in der Wohnung von Maria und Johannes wird fleißig eine abblätternde gelbe Farbschicht mit einem Heißluft u. Spachtel von der Wand entfernt. Hermann aus Landau hilft tatkräftig.
In der Gompa werden neue Fußleisten angebracht.
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Die kleine Gompa ist fertig! |
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Mo. 30.02.2006
Die Verkleidung der Badewanne im Bad wird repariert. Diese ging bei der Sichtung das Siphons u. der Abflussleitungen zu Bruch.
Heute ist Premiere. Die erste offizielle Meditation findet statt. Und wer darf nicht fehlen? . . . richtig „unser Achim“ aus Osthofen! Er ist hier schon fast zu Hause. |
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Fr. 03.02.2006
Sabine u. Kurt aus Darmstadt sind heute hier und machen sich nützlich. Die Farbe von der Wand in der ehemaligen Küche zu entfernen ist echt kein Zuckerschlecken. Sabine hilft beim Streichen des Fensters im Bad.
Am Abend wird meditiert.
Sa. 04.02.2006
Die Männer sind mit dem Altar zufrieden. Unsere Frauen meinen allerdings: „ Der Karmapa muss höher!“ Und so gehen wir an die Arbeit und bauen.
Hermann ist auch wieder da und stürzt sich gleich in die Arbeit.
Die Arbeit im Bad nimmt scheinbar kein Ende. Löcher werden notdürftig verspachtelt u. Fugen werden ausgebessert.
Ellen streicht unter „Einsatz ihres Lebens“ einen Flur weiter, auch als sich der komplette Farbeimer über sie entleert. |
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So. 05.02.2006
Auch heute, am Sonntag ist eine Menge los. Im Bad von Maria und Johannes ist Hermann noch fleißig dabei, zu streichen. Egbert, Peter und Uschi schwingen die Pinsel in der Küche. Rudi ersetzt noch kaputte Fliesen in der Fensterbank vom Bad und verfugt die Badewanne neu.
Die Frauen zaubern uns eine tolle Kartoffelsuppe. Peter (Egberts Sohn) „der Bauleiter an diesem Tag“ bekommt selbstverständlich ein Nutella-Brötchen . . . Ehrensache! Das Sahnehäubchen aber sind die mitgebrachten (selbstgemachten) Blätterteig-Törtchen.
Am späten Nachmittag schauen überraschend Gabi u. Archimedes aus Homburg sowie Freunde aus Karsruhe kurz vorbei. Letztere tragen Kisten mit Geschirr und Stühle herbei.
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Frei schwebende Abwasserrohre |
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Di. 07.02.2006
Sabine aus Darmstadt schwingt wieder einige Stunden den Pinsel im Bad.
Auch Rudi ist einige Stunden beschäftigt mit dem Verteilen der Einladungen an die Nachbarn. Wir wollen sie bei Kaffe u. Kuchen etwas näher kennenlernen und vor allem uns und das zukünftige Retreatzentrum vorstellen. Die Reaktionen auf die Einladung sind alle sehr positiv. Wir sind gespannt u. neugierig. |
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Mi. 08.02.2006
Unsere defekte Biotonne wurde immer noch nicht gegen eine Neue ausgetauscht u. so forschen wir nach dem Grund. Die Erklärung ist einleuchtend wie simpel. Der Fahrer hat das Anwesen „Altmühle Nr.4“ nicht gefunden. Neuer Termin (mit hoffentlich der richtigen Adresse) ist der kommende Freitag.
Letzte Handgriffe im Bad werden erledigt.
Im Flur vom Haupthaus werden einige Leuchtstofflampen demontiert u. ersetzen die „Stromfresser“ in der Küche. So reduzieren wir den ursprünglichen Verbrauch von 420 auf 120 Watt. |
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Do. 09.02.2006
Christel und Ellen streichen ein Gästezimmer, Rudi kümmert sich um den Innenhof. |
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Fr. 10.02.2006
Heute ist Hausputz angesagt: Küche, Flur, Gästebad- u. WC, Aufenthaltsraum u. Gompa werden auf Hochglanz gebracht, denn morgen kommt Besuch. |
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Sa. 11.02.2006
Das Bad von Maria und Johannes ist fertig! Natürlich nur improvisiert, denn niemand weiß, ob es nicht den zu erwartenden Umbauarbeiten zum Opfer fallen wird. Jetzt müssen sie nicht mehr über den Hof zum Duschen! (Der Boden -ein selbstentwickelter Geheimtip - ist ein Billig-PVC mit der Rückseite nach oben verlegt!)
Auch an diesem Samstag treffen sich wieder die Vertreter der Stiftung, die Architekten Ali und Reinhold (Christiane aus Karlsruhe ist dazu gestoßen) und als Berater ist Ronald aus Hamburg gekommen. Er bringt seine Erfahrung aus dem Bau des Hamburger Zentrums ein - dem ersten und größten in Deutschland. Es zeigt sich immer deutlicher, dass hier Bedeutendes entstehen kann, wenn die gesamten Zentren Mittelrheins und darüber hinaus Altmühle als "ihr Retreatzentrum" verstehen und ihre Kräfte bündeln. |
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So. 12.02.2006
Nachdem wir Ronald nach dem gemeinsamen Frühstück und weiteren interessanten Gesprächen zum Bahnhof gebracht haben, treffen Harald und Frauke ein und bringen einige der „dringend benötigten Dinge“ für den Gemeinschaftsbetrieb vorbei. Gigantisch ! ! ! Endlich ein STAUBSAUGER (!) und ein WASSERKOCHER (!). Unserer hatte zwei Tage zuvor „den Geist aufgegeben". Auch einige Messer können wir gut gebrauchen.
Hermann bearbeitet eine Kommode mit Heißluftpistole u. Spachtel und wird von Johannes, trotz Erkältung und triefender Nase, unterstützt. Auch Maria „näselt“ und ist krank. Mo. 13.02.2006
Maria hängt schwer in den Seilen. Rote Augen, triefende Nase, Rod-Steward-Stimme und Quasimodo-Gang. Man würde sie am liebsten in die Arme nehmen. Statt dessen machen wir einen kleinen „großen Bogen“ um sie und versuchen, sie etwas zu verwöhnen.
Ellen u. Rudi machen einen Großeinkauf, da die Nachbarn am Wochenende zum Kuchen eingeladen sind.
Unsere Bio-Tonne ist auch gekommen.
Di. 14.02.2006
Der bis jetzt angefallene Sperrmüll u. Bauschutt wird vom Hof in einen alten Schuppen an der Einfahrt gebracht.
Mi. 15.02.2006
Johannes arbeitet stundenlang an der Gestaltung unserer Website.
Christel und Ellen beginnen, ein Gästezimmer zu streichen, während lose Farbe und Gips entfernt und die Risse in der Wand noch verspachtelt werden müssen. Da die beiden Frauen (voller Elan) natürlich schneller streichen als Rudi die Risse verspachteln kann (außerdem muss der Gips ja auch zuerst trocknen), wird zwischendurch noch schnell das Gästebad gereinigt. So zwei Powerfrauen können einen ganz schön fertig machen ;-))
Fr. 17.02.2006
Johannes arbeitet schon wieder an unserer Website. Ans Essen müssen wir ihn erinnern, sonst würde er uns am PC verhungern. Dafür hat sich die Zeit, die hier hineinfließt, gelohnt, wie wir meinen. DANKE.
Am Nachmittag treffen Britta und Katja aus Saarbrücken ein. So sind wir zur Meditation heute sieben Personen!
Sa. 18.02.2006
Britta, Katja u. Rudi besorgen noch einige Dinge, um für "DEN Sonntag" gerüstet zu sein. Johannes konnten wir für kurze Zeit mal vom PC weg bekommen und so renoviert er heute mit Heißluftpistole, Spachtel u. Exzenterschleifer bewaffnet eine alte Kommode. Ellen u. Katja streichen ein Gästezimmer, während sich Rudi um die Decke kümmert.
Nachdem sich Britta um das leibliche Wohl von uns gekümmert hat und die Malermädels immer noch nicht genug haben, ist das Zimmer am späten Abend auch fast fertig.
So. 19.02.2006
Die komplette Nachbarschaft Mühlheims (so heißt unsere Häuseransammlung) sind eingeladen. Es gibt riesige Mengen selbstgebackenen Kuchen von fleißigen Helfern aus Landau, Saarbrücken und Worms sowie aus unserer Küche. Die Nachbarn erscheinen fast vollzählig, was uns sehr freut. Wir stellen uns und unsere Arbeit hier kurz vor und machen eine kleine Führung durch das Anwesen. Es gibt dabei viel zu erzählen, denn hier hat alles eine weit zurückreichende Geschichte - nun wissen wir auch, dass wir eine typisch "rheinhessische" Gartenanlage besitzen. Auch gut zu wissen, dass wir zwei Winzer in direkter Nachbarschaft haben, die sehr guten Wein machen...da sollte es uns in Zukunft an nichts fehlen! |
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| "...habt ihr gesehen, dass die Treppe aus alten Mühlsteinen besteht?.." |
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| "..hier befanden sich ursprünglich Rabatten und ein Pavillon..." |
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| "...wenn wir im Sommer die Felder bewässern, kann schon mal eure Schwefelquelle versiegen.." |
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Sa. 25.02.2006
Wilfried aus Darmstatt und Günter aus Heidelberg sind gekommen, um sich unseres Gartens und der Bäume und Pflanzen im Hof anzunehmen. Es werden auch gleich einige Rückschnitte am Obststrauch vorgenommen. Nach einer intensiven Begehung des parkähnlichen Gartens ist schnell klar, dass die Grundstruktur der typisch "rheinhessischen Gartenanlage" zwar erhalten bleiben soll, es jedoch erforderlich ist, einige Umgestaltungen vorzunehmen, die den Garten „pflegeleichter“ machen. Die hierfür nötige Planung muss ein Profi übernehmen – wir sind im Gespräch mit zwei buddhistischen Freunden.
Wir Bewohner bekommen einige Aufgaben genannt, die sofort zu erledigen sind und Tipps für das bevorstehende Garten-Arbeitswochenende.
Wilfried und Uschi werden wohl in Zukunft die Gartenarbeiten leiten.
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