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So. 28.01.2007
The day after! Und wir sind alle K.O. ? . . . Denkste!
Tatsächlich hält die während des Mittelrheinkurses entstandene Energie auch jetzt noch an. Wir sind voller Elan und so entscheiden wir uns noch am Abend nach Kursende, die Bibliothek vom ersten Stock in den „alten“ (nun nicht mehr benutzten) Meditationsraum zu verlegen. Gesagt, getan: innerhalb weniger Minuten ist das Ecksofa aufgebaut und auch der DVD-Player steht wieder. Zum Abschluss öffnen wir eine Flasche Sekt und genießen den Rest des Abends mit einem Film.
Manu bleibt noch einige Tage und so sind wir zu acht im neuen „Wohnzimmer.“ Ob Phil wegen des Filmes, des gemütlichen Sofas oder des Sektes einschläft, können wir nicht mit Sicherheit sagen, aber alle verbringen noch einen netten Abend.
   
Mo. 29.01.2007
Unser neuer Mitbewohner Wolfhard ist nicht zu halten und beginnt damit, die Werkstatt aufzuräumen. Dort ist das Arbeiten unmöglich geworden, da die Werkzeuge im Einsatz waren und nicht wieder einsortiert wurden. Außerdem hatten sich auf den Werkbänken und dem Boden ganze Berge aus Bau-Material angesammelt.
 
   
Mi. 31.01.2007
Der dritte Tag, den Wolfhard in der Werkstatt verbringt.
Er findet für alle Werkzeuge und Materialien eine neue Ordnung. Es wird ausgeräumt, aussortiert, umgestapelt, zugeordnet, kategorisiert, wieder umsortiert, gereinigt... Nebenbei finden sich einige lang vermisste Werkzeuge und Maschinen wieder!
Er verbringt so viel Zeit in der Werkstatt, dass wir uns nicht sicher sind, ob er das alles tut, um im Anschluss besser zu arbeiten oder um selbst einzuziehen.

Am Wochenende findet ein Kurs zum Statuenfüllen mit Hanna Reimers statt. Es haben sich schon viele Freunde angemeldet. Die Vorfreude ist groß.

 
   
Fr. 02.02.2007
Abends treffen die ersten Freunde mit ihren Statuen ein und auch Hanna und Michael kommen an.

Dann stellt sich aber heraus, dass wichtige Materialien fehlen!! Morgens hatte es an der Tür geklingelt, aber als Johannes nach ca. 30 Sekunden die Haustür öffnete, hörte er nur noch einen Transporter wegfahren. Wie sich jetzt herausstellt, war das ein Fahrer von UPS, der es ganz besonders eilig hatte! Da ohne die Materialien das Statuenfüllen nicht möglich ist, springen Maria und Johannes in ihr Auto und rasen mit Vollgas über die Autobahn nach Heddesheim (bei Heidelberg) zum Logistikzentrum, um dort das Paket abzuholen. Netterweise wartet dort eine Mitarbeiterin noch 10 Minuten (Dienstende 20:00 Uhr) auf die beiden. So kann der Kurs doch noch stattfinden!!

Währenddessen werden in der Altmühle die ganzen Kisten und Koffer mit Arbeitsgeräten und Utensilien zum Füllen ausgeladen. Nachdem alles im Essraum verstaut ist, sich alle begrüßt haben und etwas zur Ruhe eingekehrt ist, zieht es uns in den neuen Meditationsraum, wo Hanna einiges über die Praxis des Statuenfüllens erzählt. Alle lauschen gespannt ihren Erklärungen. Was ist beim Kauf einer Statue zu beachten? Wie werden sie hergestellt? Wie werden sie gefüllt? Warum sollen sie gefüllt werden? Viele, viele Antworten auf Fragen, an die man so gar nicht unbedingt denkt, wenn man eine Statue sieht oder kaufen will.

 
   
Sa.-So. 03.-04.02.2007
Die Papierstreifen mit den Mantras werden in unserem jetzigen Wohnzimmer gerollt. Christof aus Frankfurt behält den Überblick über die unterschiedlich großen und langen Mantrarollen. Da in die einzelnen Buddha-Aspekte auch unterschiedliche Mantrarollen gehören, muss die Anzahl der einzelnen Sorten stimmen.
 
Mantrarollen in vielen Formen
   
Die Grobreinigung der Innenwandungen erfolgt im Keller.

Am ersten Tag wird bis spät in die Nacht gearbeitet. Es sind so viele Statuen da, dass schon früh klar wird, dass wir in den drei Tagen nicht alle füllen können. Aber wir geben wie immer unser Bestes.

 
Im zwielichtigen Keller treffen gebeugte Gestalten ihre Vorbereitungen.
   
Hier sind Profis hochkonzentriert am Werk.
Das Ergebnis der Arbeit muss natürlich auf Fehler abgeklopft werden.
   
Die Lebensbäume aus einem ganz besonderen Holz (natürlich in unterschiedlichen Größen für die verschiedenen Statuen) werden bemalt, mit bestimmten Silben versehen und mit Stoff umwickelt. Eine Arbeit, die viel Geduld und eine ruhige Hand erfordert. André (seines Zeichens Chirurg) scheint der richtige Mann für diese Arbeit zu sein.

Christa hat auch ein ruhiges Händchen und kann dazu noch etwas Tibetisch. So darf sie die Silben malen. Es passt mal wieder alles.
 
Im Wohnzimmer werden bei Sonnenschein feinere Arbeiten ausgeführt.
   
 

 

 
   
 

 

Leider gibt's keine passenden Briefmarken.
   
Nach einem sehr kurzen Mittagessen beginnt Hanna dann mit dem eigentlichen Füllen. Konzentration ist angesagt und alle sind anwesend. Nachdem sie die einzelnen Aspekte mit den dafür vorgesehenen Mantrarollen versehen hat, können auch wir wieder mit anpacken.

Hanna reist viel später ab, als ursprünglich vorgesehen, und wir sind dankbar für dieses ereignisreiche und spannende Wochenende.

 
 
   
Mo.-Mi.05.-14.02.2007
Wolfhard ist ein Held. Die Werkstatt glänzt aufgeräumt und glüht vor Energie. Hier macht das Arbeiten wieder Spaß. Man geht rein, erkennt sofort die logische Ordnung und findet sofort, was man braucht. Toll!

   
In der Zwischenzeit haben wir in Wolfhards zukünftigem Zimmer eine Schallschutzwand (Gipsplatten mit Ständerwerk) eingebaut. Sie schirmt die Geräusche aus dem Bad von Maria und Johannes ab, denn die vorhandene Wand ist von einer Tür sowie einem Einbauschrank durchbrochen.
Außerdem bekommt das Zimmer eine neue Elektrik (unter Putz verlegt), Löcher werden verputzt und alles gestrichen.
Wie gut, dass wir Bewohner alle notwendigen Fähigkeiten zusammenbringen können!!!
 
   
Wolfhard identifiziert sich so sehr mit seiner Arbeit, dass er auch äußerlich völlig damit verschmilzt. Sein Tarnanzug nimmt die Materialien der Umgebung in sich auf, so dass man ihn am Arbeitsplatz nur erkennen kann, wenn er sich bewegt!

Hier ein paar Suchbilder: Finden Sie den versteckten Arbeiter!
 
   
 
 
 
 
Das neue Zimmer, rechts die Schallschutzwand, in der Mitte neben der Leiter: Wolfhard.
 
In der Werkstatt findet "Liebevolle Wärme" seinen Platz!
Dieser schöne Ofen stand auf dem Dachboden. Anhand darin gefundener Zettel schließen wir, dass der Ofen seit ca. 1930 nicht mehr benutzt wurde. Nun steht er in der Werkstatt und lädt uns zu regelmäßigen Meditationen in seinem wärmenden Kraftfeld ein.

 
Die reichen Verzierungen symbolisieren den Freudenzustand von "Liebevolle Wärme".
   
Do.15.02.2007
HELAU, ALAAF und ALLEE HOPP. Die Närrische Zeit ist angebrochen. Da hat es uns schon etwas verwundert, dass ausgerechnet die Kölner ein Sangha-Retreat bei uns machen wollen. Aber nicht alle stürzen sich tagelang in dieses närrische Treiben.

Fr. 16.02.2007
Immer mehr Freunde aus Kölle treffen ein und mit ihnen viel Spaß. So´n kölsche Jung (oder Määdsche) iss unn bliebt nunn mool eh Jäck.
Dass Freude und die Arbeit mit dem Geist nicht ein "Entweder-Oder" sind, demonstrieren die Freunde „par excellence“. Für den Samstag wird sogleich eine 24 Stunden Karmapa-Meditation angesagt.

In der Küche zaubert Angelika ein Apfelkompott, während nebenher Suppe aufgetaut wird, die noch von einem anderen Event übrig geblieben war. Hier zeigt sich was in unserer Tiefkühltruhe wirklich steckt. Das Auftauen erweist sich als ungeahnt langwierig. Die in Gefrierbeutel abgepackte Suppe haben wir in weiser Vorraussicht schon am Vortag aus der Truhe genommen. Jetzt knurrt der Magen und außer den Würstchen ist noch alles gefroren. Also wird weiter meditiert und die Suppe kommt in den Backofen.

Die Zeit zwischen den Metitations-Sitzungen gestaltet jeder nach seinem Geschmack. Wobei das herrliche Wetter zu einem Spaziergang einlädt.

 
   

Sa. 17.02.2007
Für den heutigen Samstag ist Gartenarbeit geplant. Wilfried und Jolanda, Uschi und viele fleißige Helfer sind damit beschäftigt, den Garten für den bevorstehenden Frühling vorzubereiten.

Den ganzen Tag über treffen Freunde aus Köln ein und so fragen wir uns, ob der Kölner Karneval dieses Jahr nicht ausfällt, da ja alle Kölner in die Altmühle strömen? Da ist Koch Christoph schwer gefordert, denn nur 15 Personen waren angemeldet. Am Ende sind etwa 35 Kölner und 10 Helfer da. Da muss noch schnell außerplanmäßig eingekauft werden - (obwohl das doch gerade erst gemacht wurde). Am Ende können alle Münder „gestopft“ werden und alle sind zufrieden.

Da die Sonne zum zu Essen im Hof lädt, werden die Biertischgarnituren aus dem Keller befördert.

   
   
 
   
   
       
   
Auch eine Baustelle gibt es:
Die Wohnung von MaJo (Maria und Johannes) wird verkleinert. In der Diele wird hinter der Außentür eine neue Querwand eingezogen, welche dann eine neue Wohnungstür erhält. Dadurch wird das jetzige Arbeitszimmer von Maria zusammen mit der Toilette abgetrennt. Hier wird voraussichtlich Nina aus Heidelberg einziehen.
Chris - der es ganz besonders liebt, Trockenwände zu bauen - setzt die Konstruktion.
 
   
Hier soll sie hin: Diagonal im Flur. Wir können wir uns noch nicht vorstellen, wie es wirken wird.
Der Blick auf die schöne Eingangstür íst weg.
Uwe hilft auch!
   
So. 18.02.2007
Bevor weiter meditiert wird, wird ausgiebig gefrühstückt. Alle sind begeistert und auf einer weiteren, spontanen Führung durch das Anwesen, entscheiden sich Wiebke und Esther spontan, APAs (Ansprechpartner Altmühle) zu werden. Sie werden in Zukunft die Ansprechpartner sowohl für das Zentrum Köln, als auch für die Altmühle sein. Die APAs erleichtern die Zusammenarbeit und Kommunikation und haben sich in der Vergangenheit als sehr sinnvolle Einrichtung erwiesen.
Wir freuen uns sehr über das Kölner Engagement!
 
   

Wolfhard schneidet den Efeu vor der Treppe zum Meditationsraum. Dieser hat sich zu breit gemacht und droht, das Dach zu beschädigen.
Der Efeu hält die Regenrinne in festem Würgegriff. Sie ist völlig deformiert!
   
Mo.19.02.2007
Der Knaller nach dem Frühstück: Alle haben schon zuende gefrühstückt und unterhalten sich, als ein Nachzügler (wolle ma ne roi losse?) mit Narrenkappe, Blumengirlande und Sonnenbrille (ohne Nahalla-Marsch) zur Tür hinein kommt. So zeigt sich, wer mit Leib und Seele Kölner iss! Wie auf Kommando beginnen einige, zu singen.

Gegen Mittag reisen dann einige wieder ab. De Kuddel mutt brenne. "De Kuddel", so werden wir belehrt, ist eine Strohpuppe, welche zu Karneval über den Eingängen der Kneipen zu finden ist und die am Ende der närrischen Zeit verbrannt wird. (Als Sündenbock für die während des Karnevals begangenen Verfehlungen.)

Wiebke, Lutz und Wolfgang halten hier noch bis Aschermittwoch die Stellung.

Johannes hat eine Woche Ferien und nutzt die Zeit, um die Trennwand fertigzustellen, die nicht mehr benötigte Tür zu Wolfhards jetzigem Zimmer abzudichten sowie den Umzug innerhalb der Wohnung vorzubereiten.
   
Sa. 24.02.2007
Im provisorischen Duschraum, auch neuerdings „Murksbad“ genannt, steht seit einigen Tagen das Wasser auf dem Boden. Irgendwo muss eine Leitung undicht sein. Aber wo? Zuerst dachten wir es sei „Schwitzwasser“, welches auf dem Boden zu finden war. Aber dafür ist es doch etwas zuviel.
Heute macht sich Klaus auf die Suche nach dem „Leck.“ Als Profi in Sachen Installisation hat er auch recht schnell den Fehler entdeckt. Ein T-Stück ist undicht. Problem erkannt, Problem gebannt. Die Verschraubung wird neu abgedichtet und am nächsten Tag ist der Boden wieder trocken.

Während Klaus leise unser Wasserleck abdichtet, macht Wolfhard viel Lärm mit seiner Elektrosense. Er hat sich vorgenommen, die Einfahrt zu verschönern und ist mit allen möglichen Geräten am werkeln. Der Berg mit Schnittgut wird immer größer und die Hecken immer kleiner.

Für den heutigen Abend ist ein Vortrag mit Christian Bösel-Hamke mit dem Thema „Die Geschichte der Karma Kagyü Linie“ geplant.

So. 25.02.2007
Um 11:00 Uhr geht es weiter mit der „Geschichte der Karma Kagyü Linie.“ Und immer noch hängen wir, wie schon am Vorabend, gebannt an den Lippen von Christian. Nur mit Mühe reissen wir uns um 14:30 Uhr zu einer kleinen Pause mit Kaffee und Kuchen los, bevor es in die zweite Runde geht. Irgendwann können wir dann allerdings nichts mehr aufnehmen, obwohl wir noch stundenlang zuhören könnten.
Mit einem (wie soll es anders sein) leckeren Essen verabschieden wir Christian und seine Freundin und danken für das tolle Wochenende mit ihnen.

Im April ist in der Altmühle eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des neu entstehenden Europazentrums geplant. Hauptorganisator ist Heidelberg. Aber auch Darmstadt hat einiges vor. Viele Zentren europaweit starten die verschiedensten Veranstaltungen. In der Altmühle wollen wir unter anderem Rundflüge mit einem Tragschrauber (Autogiro) anbieten!! Konrad, ein Buddhist aus Saarbrücken und Pilot mit jahrzehntelanger Erfahrung auf den unterschiedlichsten Fluggeräten hatte diese Idee. Zuerst müssen allerdings noch viele Fragen geklärt und Genehmigungen eingeholt werden. Wir werden euch auf dem Laufenden halten.

Mo. 26.02.2007
Wolfhard ist im Hof so unermüdlich wie zuvor in der Werkstatt. Die Einfahrt sieht richtig geschoren aus. Ungewohnt, aber so ist es wohl besser. Wir sind schon auf das Bild gespannt, wenn es bald anfängt zu blühen.

Diese Woche sind Susen und Sven zum Retreat hier.

 
   

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