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Die Juli-Ausgabe kommt diesesmal vom Campingplatz in Frankreich.

Leider eignet sich der Uralt-Labtop (450 MHz, 128 MB) vom Sperrmüll (im Ernst!) kaum für Bildbearbeitung, denn jeder Bearbeitungsschritt dauert ewig. Daher gibt es diesesmal vielleicht ein paar Bilder weniger als sonst (bzw. nicht ganz soo tolle Qualität).
Aber inhaltlich ist der Bericht hoffentlich umso interessanter.

Danke an Rudi für seine Textvorlage!
Liebe Grüße aus Frankreich an unsere lieben Mitbewohner und alle, die uns kennen. (8. August)
   
Fr.-So. 30.06.-02.07.2007
Die Duisburger Sangha - verstärkt von einigen Krefeldern - stattet uns ihren ersten Besuch ab. Es wird ein sehr nettes Wochenende. Am Freitag versorgen sie sich noch selber und machen die Restaurants der Umgebung unsicher, denn unser Koch Christoph und seine süssen Dakhini kommen "erst" am Samstag.

Und es gibt ein Novum: Die äußerst nette Truppe überrascht die Altmühler mit einem Geschenk! Einem riesigen Bildband mit unglaublich schönen Abbildungen tibetischer Tankhas (Darstellungen verschiedener Buddha-Aspekte). Er steht nun auf einer Staffelei im Meditationsraum und hat dort somit einen Ehrenplatz bekommen. Vielen Dank!!!

Ansonsten wurde an diesem Wochenende viel meditiert und in der Sonne gesessen.

Hier ein paar Fotos, die uns Monika zugeschickt hat. Leider will der oben erwähnte Labtop die CD nicht komplett lesen (obwohl sie zuhause im Rechner tadellos lief). Daher gibt es leider nur eine eingeschränkte Auswahl.
 
   
Im Restaurant.
Bis nach Alzey sind sie gefahren, denn die "Linde" hatte geschlossen und man hat sie dorthin verwiesen.
Dabei gibt es vor Ort schon noch Alternativen...
   
Die Fassaden im Hof sind immer einen Blick wert.
   
Noch brennt das Feuer nicht, dafür aber die Sonne.
   
Sa.-Fr. 01.-06.07.2007
Nach den ereignisreichen Tagen kehrt ganz langsam wieder Ruhe ein. Schon oft haben wir diesen Wechsel erlebt. Einige Tage höchster Spannung mit Aktivitäten der unterschiedlichsten Art und dann plötzlich völlige Ruhe. Keine Freunde im Hof, kein Stimmengewirr, niemand der etwas will oder braucht. Absolute Ruhe. Man blickt sich um und kann es nicht glauben. Gab es hier wirklich diese einmalige, wundervolle Einweihung? Aber ja doch, es war kein Traum, denn der Segen des Lamas ist noch lange zu spüren! Und so genießen wir einfach die Zeit.

Bei dem ein oder anderen von uns ist viel von den "normalen", regelmäßigen Aufgaben liegengeblieben (Internetseiten, Buchhaltung, Wiedereinzug die alte Wohnung). Auch einiges Privates sowie jobmäßiges wartet darauf, erledigt zu werden. Während der hohen Besuche gab es dafür einfach keine Zeit - nun sind die Bedingungen gegeben, alles nachzuholen.

Endlich finden wir auch die Zeit, die vor bereits einem halben Jahr (gebraucht) gekaufte Telefonanlage zu installieren. Jetzt können wir auch einen Anrufbeantworter anschließen, was vorher technisch nicht möglich war. Es gibt außerdem ein zweites Handgerät für das Zentrum, so dass eins im Büro und eines im Essraum stehen kann. Der Wust aus Kabeln und Geräten, der bislang im Essraum in der Ecke auf dem Boden lag, kommt in ein eigenes kleines Schränkchen.

 
   
Am Fr. 06.07. zeigt sich mehrmals ein toller Regenbogen über dem Anwesen. Wie immer eine Attraktion.
   
Mpf!
Aaaah! Oooh!
   
Mmmh!
Jaaah!!
   
Sa. 07.07.2007
Allerdings bleibt soviel Zeit nun auch wieder nicht, denn an diesem Wochenende findet unser zweites IDEENFEST statt. Die Altmühle soll ja - so der Wunsch des Lamas - von den Mittelrheinzentren getragen werden. Und so treffen sich einige motivierte, fleißige Helfer, um gemeinsam mit den Bewohnern zu überlegen, wie man an den Wochenenden (aber auch mal unter der Woche) den Tagesbetrieb aufrecht erhalten kann, ohne dass immer die Bewohner verantwortlich sein müssen.
 
Arbeitsatmosphäre in der Scheune.
   
Wir haben Günther als Moderator gewinnen können.
Es geht heiß her.
   
Man ist sich schnell einig, dass das „Amdener Modell“ auch in der Altmühle umgesetzt werden kann. Jedes Zentrum aus der Region soll für ein Wochenende „den Laden schmeißen“. Im Prinzip reichen hierfür 2 Personen, welche ihrerseits die Gäste anleiten, aber zu mehreren macht es sicher noch mehr Spaß. (Kleinere Zentren können sich dazu natürlich auch mit Leuten aus anderen Zentren zusammenfinden.) Hierzu müssen aber zuerst Pläne für die unterschiedlichsten Arbeitsabläufe und Listen mit den notwendigen Informationen erarbeitet werden.
   
Karin schreibt fleißig mit während
Rudi gerade feststellt, dass Kartin schon schläft..
   
Die ersten Auflösungserscheinungen setzen früh ein.
Sie beginnen bei den Extremintäten.
   
Konzentriertes Arbeiten...
...ist auch bei...
...den unterschiedlichsten Körperstellungen möglich!
   

   

Ein Zwischenergebnis.
   

Zur Feier des Tages reichen Wolfi und Nina ihre Bewerbung zum "Contest of the silliest hat" ein - den Wettbewerb der lustigen Hüte.
Ernsthaft!
   
Abends sitzen wir noch gemeinsam am Feuer.
Die Flammen bilden wilde Formen!
   
Sa. 14.07.2007
Am heutigen WE werden die erwähnten Arbeitspläne gemeinsam erarbeitet. Hierfür trifft sich eine Gruppe von Interessierten, die sich beim letzten Treffen dazu bereiterklärt haben.

Nachdem die Arbeit vollbracht ist, wird (wieder einmal) freudvoll der Grill angezündet.

Aber noch etwas Einschneidendes passiert heute:
Heute macht sich der Nachwuchs des Hausrotschwanz-Päärchens über der Haustür auf den Weg!!
 
   
Der kleine Racker fällt kaum aus dem Nest, schon beginnt er unermüdlich, die Treppe zur Haustür herabzuhüpfen.
Stufe für Stufe. Und die sind hoch!!!
Unten angekommen, hält er kurz inne und schon macht er sich wieder auf den Weg nach oben. Riesige Sätze für einen solch kleinen Wicht.
Hier der "Punk" unter dem Mikroskop.
   
Alles unter den wachsamen Augen von Steffi (rechts) und Hannah (8).
Die kleine Schwester vom kleinen Racker ist noch etwas schüchtern.
Was nun?
   
Die etwas zurückgebliebenen Brüder (ca. 10 Minuten) sitzen noch im Nest und halten den Fotografen für ihre Mama.
Derweil macht der kleine Racker (auch genannt "Punk") schon wilde Ausflüge. Hier im ersten Stock auf dem Fensterrahmen.
   
Irgendwie war an diesem 14.Juli der Teufel los. Hier auf dem Land passiert wirklich so einiges. Die Vögel werden flügge und der Nachbar bringt seine Ernte ein.
Wegen der Wetterkapriolen in diesem Jahr wurden Wintergetreide und Sommergetreide zur gleichen Zeit fertig!! (Normalerweise 4 Wochen Zeitabstand.) Außerdem ist das Gras zum ersten Mal seit vielen Wochen trocken und muss schleunigst eingebracht werden! Das bedeutet Akkordarbeit für die Landwirte.
   
Hier unser Nachbar (eigentlich Winzer) höchstpersönlich auf dem Ungetüm.
Er grüßt und winkt kurz und staubt dann die ganze Altmühle komplett ein.
   
Abermillionen kleinster Strohpartikel hängen in der Luft und glitzern wie kleine Kristalle!
   
Mi. 18.07.2007
Wir müssen noch einige Umbaumaßnahmen in den nächsten Wochen erledigen, denn ein weiteres Juwel wird die Altmühle besuchen. Mipham Rinpoche möchte mit seiner Anwesenheit helfen, das buddhistische Kraftfeld weiter aufzubauen und wird für zwei Wochen hier bei uns meditieren. Wir freuen uns riesig und beginnen sofort mit den Vorbereitungen. Es gibt einiges zu planen, denn Mipham Rinpoche ist seit seinem Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen. So überlegen wir, wo er und seine Frau untergebracht werden können. Die Wohnung von Maria und Johannes ist zwar die schönere und hier war ja - wenn auch nur für eine Nacht - Karmapa schon „zu Hause“. Leider ist aber das Bad für die Bedürfnisse Mipham Rinpoches nicht sehr geeignet. Also entscheiden wir uns, das Gästebad (Frauenbad) neben der ersten, ehemaligen Gompa umzubauen. Die Badewanne soll entfernt werden und stattdessen eine ebenerdige Dusche eingebaut werden. Außerdem soll die danebenliegende Toilette durch eine zweite, größere Tür vom Bad aus erreichbar sein. Im eben genannten Zimmer direkt neben dem Bad (der ehemaligen, ersten Gompa) können Mipham und seine Frau Majum wohnen. Perfekt! Der Umbau kann beginnen. Bald - nee sofort!!

Do. 19.07.2007
Wir beginnen mit dem Umbau des Gästebades. Als Erstes wird die Badewanne entfernt. Vier starke Männer hieven die schwere Wanne aus dem Fenster und postieren sie im alten Mühlengraben. Hier wird sie mit dem guten Schwefelwasser gefüllt. Und los geht das (echt kalte) Vergnügen. Wer traut sich in die Wanne zu steigen?

   
Die schöne Wanne muss weg!
   
Mo.-Mi. 23.-25.07.2007
Die Abrissarbeiten gehen weiter und schnell wird klar, dass auch die Wasserleitungen neu verlegt werden müssen. Aber . . . die Zeit ist knapp. Wer kann uns die Leitungen verlegen? Jetzt, wo doch alle in Kassel beim Phowarkurs sind. Klaus ist noch nicht in Kassel! Er fährt erst am Wochenende. Und als wir anrufen meint er nur: „Ich habe schon gehört, was ihr vorhabt, und warte jeden Tag auf euren Anruf.“ Und schon ist er „verhaftet.“ Einen Tag später steht er im demolierten Bad und staunt nicht schlecht (wie so oft) wie die Rohre verlaufen. Woher kommt das Kaltwasser? Und woher kommt das Warmwasser? Mit Logik kommt man hier nicht vorwärts, denn das Kaltwasser kommt von rechts und das Warmwasser kommt von links und beide verschwinden irgendwo in den Wänden bzw. im Boden. Abgesehen davon sind die Rohre sowohl von außen als auch von innen stark korrodiert. Man kann froh sein, dass es noch keinen Wasserschaden gegeben hat. Teilweise sind die Rohre innen so zugesetzt, dass es verwunderlich ist, dass überhaupt noch etwas Wasser durchkommt. Nachdem die Wasserzufuhr wieder angedreht ist, scheint sich dann auch etwas im Innern eines Rohres gelöst zu haben, denn plötzlich kommt aus dem Warmwasserhahn an den Waschbecken kein Wasser mehr. Das heißt, die Eckventile müssen ausgebaut werden. Wieder einen halben Tag ungeplante Arbeit. Und die Zeit läuft.
   
Völlig korrodierte Wasserrohre!
Ein Mann und sein zerstörerisches Werk.
   
Wo laufen sie denn, wo laufen sie denn??
Nun wird klar, warum die Ecke im Strohzimmer immer so feucht war! Wahrscheinlich sickerte Wasser aus dem korrodierten Rohr! Die Ablagerungen im Inneren haben einen größeren Rohrbruch verhindert.
   
Eine völlig neue Perspektive aus dem Strohzimmer heraus ins Bad! Hier kommt unsere neue Web-Cam hin.
Neue Anschlüsse schon verlegt.
   
Mi.-Sa. 25.-28.07.2007
Wenn nicht ab und zu ein Bohrhammer zu hören wäre, könnte man diese Stelle gerade für einen idealen Urlaubsort halten. Johannes ist mit seinem Wohnwagen aufgebrochen nach Kassel zum internationalen Sommerkurs. Tage zuvor ist Wolfi schon mit seinem Motorrad abgezischt. Rudi und Ellen halten die Stellung, wenn Maria sich am Montag auch auf den Weg in die Kasseler Berge macht und Chris pendelt gerade zwischen Kassel, Osthofen und XY, wo er gerade arbeitet. Als unterstützender Helfer bei der Bad-Umbau-Baustelle hat sich Herbert (als Abbruchprofi) angeboten, "falls er gebraucht werden sollte". Und Ihr als aufmerksame Leser wisst ja, dass solche Aussagen extrem gefährlich sind! Denn sofort kommt die Antwort: „Ja, können wir gebrauchen!“ Und so steht Herbert am Samstag ab 10:30 Uhr im Bad und kämpft mit einer Wand. Die soll nämlich ein Loch für eine Tür bekommen.

Die News, die er in der ersten Pause bekommt, überraschen ihn genauso wie uns schon Tage zuvor. Im Gespräch (bei den Aufräumarbeiten nach der Einweihungsserie mit Sherap Gyalsen Rinpoche) hat uns Sabine aus Mannheim nämlich „geflüstert“, dass sie gerne in ca. 2 Jahren mit ihrer Tochter Hannah in die Altmühle ziehen würde. Jetzt ist Hannah (8 Jahre) noch etwas klein. Sie soll nach der Schule nicht so lange alleine sein und außerdem ist es gut, wenn sie morgens noch nicht alleine aufstehen und sich das Frühstück alleine zubereiten muss. Außerdem gibt es ja auch noch gar keine Zimmer. Und hier sieht man wieder, was geschieht, wenn die Zeit reif ist. Denn verschiedene Aussagen unsererseits bereiteten Sabine und Hanna schlaflose Nächte und spannende Tage. Die erste war wohl: „ Es gibt ja das L-Zimmer, in das ein Paar einziehen soll. Aber dort könnten auch Mutter und Kind einziehen. Das sind auch zwei Personen.“ Die zweite war dann wohl: „Und Hanna wäre nicht alleine, denn hier ist ja immer jemand von uns und sie braucht ja keinen der ihr ununterbrochen die Hand hält.“ Und dass immer öfter gefragt wurde: „Na, und wann ziehst du bei uns ein?“ Das hat wohl einige Steine ins Rollen gebracht. Uns so sind aus 2 Jahren ganz schnell 2 Monate geworden! Die Bewohner finden die Idee gut, denn Sabine hat hier schon oft sehr tatkräftig mitgearbeitet und würde gut ins Team passen. Und Hanna (nun bald das erste Kind in der Altmühle) ist auch eine Bereicherung für die Stelle, denn sie passt gut hier her. Auch das muss berücksichtigt werden, denn schließlich ist dieser Ort eine Zurückziehungsstelle.

Herbert hat nicht schlecht gestaunt. Bis es soweit ist, sind allerdings noch einige „Renovierungen“ zu tätigen. Das L-Zimmer wird mit einer Leichtbauwand (Gipsplatten) geteilt. So haben Mutter und Tochter ihre eigenes Zimmer, was für den Hausfrieden und das Sicherstellen des eigenen Überschusses wichtig ist. Die Wendeltreppe soll sowieso so schnell wie möglich weg, denn erstens wird sie nicht wirklich benötigt und zweitens ist sie eine Gefahrenquelle. Schon mehrmals haben sich Freunde den Kopf angestoßen und Rudi musste mit einer 1,5 cm Platzwunde und einer mächtigen Gehirnerschütterung mehrere Tage das Bett hüten. Wenn die Wendeltreppe weg ist, könnte der Gang im ersten Stock verlängert werden und aus dem Vorraum zum L-Zimmer (ehemalige Bibliothek) würde noch ein kleines Zimmer entstehen. Wer schon hier war, kann sich ein Bild machen.

Da das L-Zimmer dann als Gruppenschlafraum wegfällt, müssen als Ersatz dafür natürlich noch in diesem Jahr die beiden Räume vor dem Meditationsraum und darunter fertig gestellt werden. !!!!! DAS IST EIN AUFRUF AN ALLE FREUNDE DER REGIONEN OST UND WEST :-)) !!!!

Sa.-So. 29.-30.07.2007
Heute wird der Estrich gelegt. Geplant sind ebenerdige Duschen, die sich für Rollstuhlfahrer wie Mipham Rinpoche besonders eignen. Soviel zur Theorie. Was die Praxis bringen wird, wird sich zeigen. ;-)

. . . und das waren die Juli-News von eurem Reporter vor Ort . . .

   
   
   

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