Außenansicht im Winter
   Home   Buddhismus   Über Uns   Termine   Kontakt   Links   Besonderes
       Unser Zentrum      Die Altmühle      Tagebuch
    2006    2007    2008    2009    2010

  Januar '07     Ende Januar '07    Mittelrheinkurs    Februar'07    März'07    April'07    Mai'07    Ende Mai'07
  Vorbereitungen    Besuch von S.H. 17. Gyalwa Karmapa '07 Teil A     Besuch von S.H. 17. Gyalwa Karmapa '07 Teil B
  Einweihungen mit Sherab Gyaltsen Rinpoche Juni '07 Teil A     Einweihungen mit Sherab Gyaltsen Rinpoche Juni '07 Teil B
  Juli'07    Mipham Rinpoche Teil A    Mipham Rinpoche Teil B    Mipham Rinpoche Teil C    September '07    BigBand
  Oktober '07    Okt-Nov '07    November '07    Dezember '07


Do. 01.03.2007
Seit einigen Tagen weht ganz schön der Wind. Und jetzt regnet es auch noch ab und zu. Dazwischen scheint immer wieder die Sonne und der blaue Himmel zeigt sich für eine Stunde. Es ist ein Hin und Her, ein Auf und Nieder. Ein herrliches Naturereignis, bei dem man an die eigenen Höhen und Tiefen erinnert wird. Wer es schafft, diese Parallele zu verinnerlichen, kann gelassener sein und wissen, dass auch Schwieriges vergänglich ist.
Bei solchen Stürmen haben wir es schon ein paarmal erlebt, dass der Schlagregen durch die Fenster drückt. So denken wir mit Schrecken an die alten Fenster in der Gompa. Und siehe da: das Regenwasser steht auf den Fensterbänken und ist sogar schon teilweise die Wand herunter gelaufen. Hässliche braune Rinnsale sind zu sehen und der Boden ist nass. Schnell bringen wir die Bilder von der Fensterbank in Sicherheit und legen alte Tücher aus, um das Wasser aufzufangen.

 

Fr. 03.03.2007
Heute findet wieder ein Treffen mit unseren Architekten Raimund und Ali, den Stiftungsvertretern Achim und Jan und der Statikerin Martina statt. Woitek ist leider verhindert. Diese Treffen, die von Zeit zu Zeit statt finden, sind sehr wichtig, denn diese Stelle entwickelt sich noch. Es zeigt sich immer wieder, dass Ideen, die noch vor wenigen Monaten als gut abgesegnet worden waren, sich dann in der Praxis doch bewähren. Aber so langsam zeigt sich, wohin wir uns bewegen. Die Größe des jetzigen Meditationsraums ist - zumindest für den Moment - ausreichend. Jetzt brauchen wir noch mehr Schlafräume für die Freunde. Und nachdem Martina uns als Statikerin ihr OK gegeben hat, werden im Laufe dieses Jahres die beiden Räume vor dem Meditationsraum (EG und 1.Stock) umgebaut.


Chris lässt seinen Gefühlen für unsere Statikerin freien Lauf,...
packt seinen Hammer aus und gräbt sich ins Herz...

...der Betondecke in den Produktionsräumen. Martina kann somit die Konstruktion der Decke überprüfen. Sie errechnet, dass die Konstruktion ausreichend Tragkraft besitzt. Wir können dort hineinbauen, was wir möchten!



Die Fertigstellung der Werkstatt (wir berichteten) wird gebührend mit Sekt und bei Kerzenlicht gefeiert, was den beiden Retreatgästen (Anja aus HH und Volker aus HD) gefällt.

Auch die absolute Mondfinsternis verfolgen einige Mitbewohner mit Besornis. Wird der Mond wiederkehren? Was, wenn nicht? Fällt uns dann der Himmel auf den Kopf?  

Erste Anzeichen dafür, dass der Mond tatsächlich verschwinden wird.
Jetzt wird uns doch mulmig.


Mist! Und nun?


Dies scheint der Auslöser für einen bemerkenswerten Abend zu sein: Eben noch voll...und plötzlich weg!

Wer nun denkt: "Da haben sich sicher 2 Bewohner aus lauter Angst vor dem bevorstehenden Untergang der Welt - und in Gegenwart von unerwartet viel Sekt und Wodka - vollaufen lassen, deftige Schoten gerissen, sich vergeblich in Armdrücken geübt und eventuell sogar hinterher über ihr Bett erbrochen", der liegt natürlich völlig daneben!! Wir sind ja schließlich gute Buddhisten.

In der folgenden Nacht war der Mond übrigens wieder da.

So. 04.03.2007
Heute findet in Heidelberg-Leimen eine außerordentliche Sitzung statt, in der die Unterstützung des Regionalvereins zur Finanzierung des Europazentrums geplant werden. Maria und Philip (der kurzfristig einspringt für einen Bewohner mit Magenproblemen) vertreten die Altmühle.

Zu unseren beiden Retreatgästen gesellen sich zwei Freunde aus Saarbrücken. Sybille hat um Erklärungen zu den Mandalagaben (eine Meditationspraxis aus den "4 Grundübungen") gebeten und Ilias möchte sich in der Zeit nützlich machen. Da Wolfhard dabei ist, unser zukünftiges Büro zu „zerstören“, ist ein zweiter Mann gut zu gebrauchen. Wärend einer die Gips-Strohmatten von der Decke entfernt, ist der Zweite damit beschäftigt, den Schutt in Schubkarren zu entsorgen und in den Schuppen zu fahren.



Zur Belohnung und Stärkung gibt es ein Mittagessen, zum Entsetzen von Johannes ohne "was Festes zum Kauen". Damit er nicht vom Fleisch fällt, schiebt er sich noch 'ne Pizza rein. Chris kann am Nachmittag auch schon wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Letzte Nacht war ja Mondfinsternis.  

Nachdem die Wände vom Putz befreit waren, stellt Chris eine weitere Überraschung fest: Die Fensterstürze sind aus dünnem Holz und biegen sich entsprechend durch. Wir hatten ja ähnliches bei der Wandnische festgestellt, später den durchgefaulten Balken entdeckt und sind somit solche Neuigkeiten schon fast gewohnt.

Eine Woche später baut Chris neue Stürze aus Beton ein. Nun muss unser Haus 3, der sogenannte "Retreatanbau" doch nicht einstürzen!

·Do. 08.03.2007
Der Berg an Schnittgut in der Einfahrt wird immer größer. Und die Frage: „Wohin mit dem ganzen Zeug?“ wird immer dringender. Wir wollen alles hinter das Haus bringen, denn dort ist ein neuer Komposthaufen angelegt worden. Die größeren Äste kommen zum Brennholz und werden vorerst im Hof gelagert. Dieter Möllinger - einer unserer Nachbarn - hat sich bereit erklärt, uns einen Hänger in die Einfahrt zu stellen und später alles hinter's Haus zu fahren.
Chris' LKW blieb dort gestern schon im Schlamm stecken! Dieter Möllinger kam mit seinem Trecker zur Rettung und hat uns rückwärts mit einem Stahlseil herausgezogen.
Uschi hilft kräftig beim Aufladen, unterstützt von Gina, ihrer süßen, einäugigen Hündin. So bekommt auch Gina Verdienst und im nächsten Leben bestimmt einen Menschenkörper.
 

Fr. 09.03.2007
Konrad, ein Freund aus Saarbrücken hat die Idee, zu unserem geplanten Benefiz-Wochenende (für das Europa-Zentrum) Flüge mit seinem Tragschrauber anzubieten. Seit einigen Tagen suchen wir nun nach einer Startmöglichkeit in der Nähe der Altmühle. Heute checken wir den Flugplatz in Oppenheim und wollen aus der Luft die Umgebung der Altmühle begutachten.

Wir entscheiden uns in den folgenden Tagen, dass der Flugplatz Oppenheim die besten Voraussetzungen für die Flüge am Benefizwochenende bieten wird.

Die Altmühle aus der Luft! Zum Vergrößern bitte anklicken.
Blick am Passagier vorbei nach hinten.

Die Bochumer Buddhisten fallen mit ca. 30 Mannen und Frauen in der Altmühle ein. Sie haben eine mords Gaudi an diesem ersten Abend, und es wird gelacht, gesungen und . . . gestrickt bis spät in die Nacht.  

Sa. 10.03.2007
Das Frühstück im Hof zieht sich fast über den ganzen Morgen, denn jeder steht zu einer anderen Zeit auf. Und so sitzen erst zwei, dann drei Freunde an dem runden Tisch im Hof und immer mehr „Frühaufsteher“ gesellen sich dazu. Zu dritt sitzt man mit einer Tasse Kaffee auf der Treppe und genießt die ersten Sonnenstrahlen. Ein schöner Anblick. Und schon wieder klappern die Stricknadeln an einigen Stellen. Wir hören, dass man schnell von diesem „Strick-Virus“ befallen werden kann und halten vorsichtshalber einigen Abstand.

Es wird auch fleißig meditiert, denn schließlich will jeder die guten Bedingungen nutzen. Am Nachmittag halten wir eine gemeinsame Meditation auf Liebevolle Augen (Chenresig), den Buddha des Mitgefühls. Gleichzeitig machen wir Wünsche für die kranke Hannah.

 
Den Vortrag von Lama Ole Nydahl per Internet-Livestreaming können wir diesmal über einen Beamer verfolgen, den eine flotte Maid "zufällig" mitgebracht hat. Mit den Belehrungen an diesem Abend wird uns wieder ins Gedächtnis gerufen, darauf zu achten dass unsere Arbeit immer von Freundschaft getragen wird. Es sollen keine Hierarchien entstehen, Freiheit bedeutet aber auch Verantwortung. Vertrauen (gegenüber den Jüngeren) und Dankbarkeit (den Älteren gegenüber für das, was sie geleistet haben) sind zwei Pfeiler der buddhistischen Übertragung.  

Alle verfolgen gespannt den Vortrag.
Die Qualität des Streamings ist heute außer-gewöhnlich gut! Fast wie im Kino! (Das Foto ist einfach von der Projektion abfotografiert!)

Humorlos...
...sind sie nicht ...
...die Bochumer!

In Hof wird ein Lagerfeuer entfacht und im Keller gibt es Musik und Tanz. Es gibt mehrere Anlässe zum Feiern. Diamantweg-Buddhisten brauchen bekanntlich keinen äußeren Anlass, um fröhlich zu feiern. Aber heute Nacht haben wir zwei Geburtstagskinder - unter anderem Wolfhart, unserenS Mitbewohner. Und diese beiden sorgen dafür, dass diese Nacht sehr, sehr kurz ist.

So. 11.03.2007
Nach der Party sehen nicht alle frisch aus. Bei frühlingshaften Temperaturen und blauem Himmel vergisst aber jeder, dass der Schönheitsschlaf recht kurz ausfiel. Und nach einem Spaziergang durch die Weingärten fühlt man sich wieder wie neu geboren. Der Wind ist noch etwas kühl, was unsere Bochumer Freunde aber nicht davon abhält, schon die ein oder andere Hülle fallen zu lassen. Die Mädels etwas zurückhaltender als die Jungs, was nicht weniger reizvoll ist. Samsara ist doch manchmal ganz nett.

Der gesamte Erlös dieses Wochenendes wird dem Europazentrum zugute kommen. Und so werden - gegen Spende - im Hof die Haare geschnitten.

Ein Teil des Planungsteams des alljährlichen internationalen Meditationskurses in Kassel hat sich hier in der Altmühle getroffen. So wie es aussieht, wird in diesem Jahr der letzte Kurs am alten Ort stattfinden, denn mit der Stelle für das Europazentrum haben wir endlich einen eigenen, dazu noch gigantisch schönen Ort, um Phowa und vieles mehr zu machen. Nach der langen Zeit in Kassel soll es aber einen schönen Abschied geben.

Auch diese schönen Tage gehen zu Ende und die Freunde bereiten ihre Abreise vor. Aber nicht, ohne uns ihre Eindrücke über diese Stelle mitzuteilen und die Zusicherung, bald wiederzukommen. Dank der Freunde ist am Abend wieder alles aufgeräumt und sauber. Besser als zuvor. Danke allen fleißigen Helfern. Das war ein schönes Wochenende mit BOCHUM.

 

Die folgenden Wochen haben wir nicht so protokolliert, wie es ein anständiges Tagebuch verlangen würde. Es gab so viel zu tun, dass wir das Fotografieren und Aufschreiben etwas aus den Augen verloren.
Wir geloben Besserung!

Es wurde u.a. eine Toilette eingebaut in der Wohnung von MaJo, eine weitere Trennwand fertiggestellt, Mengen von gebrauchtem Holz aus Karlsruhe angeliefert, Fensterstürze eingebaut, Türgriffe und Lampen ausgesucht, Buchhaltung gemacht, Besprechungen abgehalten.... es ist schon interessant, dass man sich an so wenig erinnern kann, obwohl es doch die ganze Zeit etwas zu tun gab!
 

12.03.2007
Es ist mal wieder soweit, das Sommerwohnzimmer aufzuräumen. Hier planen wir, für den Sommer eine kleine Kochecke herzurichten und die bereits bestehende Waschstraße zu verbessern. Auch das Geschirr soll den Sommer über größtenteils hier gelagert werden. So muss man dieses - z.B. an den Wochenenden, an denen viele Helfer hier sind - nicht für jede Mahlzeit hin und her tragen. Je nach Wetterlage kann dann kurzentschlossen im Hof oder auch im Sommerwohnzimmer gegessen werden.


13.03.2007
Das Holzlager im Keller wird ausgeräumt und anschließend neu organisiert, bevor die Kreissäge, die seit ihrem ersten Einsatz noch im Keller steht, im Hof aufgebaut wird. Das Kreischen des Sägeblattes ist die folgenden Tage zu hören.
Nun haben wir einen weiteren, großen Raum im Keller erschlossen, der provisorisch für alle möglichen Zwecke genutzt werden kann.



17.-18.03.2007
An diesem Wochenende sind die APAs (Ansprechpartner Altmühle) hier, um gemeinsam mit einigen Bewohnern die bevorstehende Benefiz-Veranstaltung für das Europa-Zentrum zu planen. Es gibt viele Ideen. Von Rundflügen über das Anwesen mit einem Tragschrauber (s.o.), über Wellnessangebote wie Massage und Reiki, einem Flohmarkt, 4 Bands bis hin zum Ponyreiten ist alles möglich. Wir werden sehen was am 14.-15.04.2007 wirklich stattfinden kann.


19.03.2007
Das neue Holzlager in der Kuhkapelle ist fertig und wird eingeräumt.


20.03.2007
Am heutigen Nachmittag treffen 2 Neugierige bei uns ein. Ein junges Paar, das sich für die Belehrungen Buddhas interessiert und bei ihren Recherchen im Internet auf das Zentrum hier in Osthofen-Mühlheim gestoßen ist. Nina, die am Wochenende aus Indien zurück gekommen ist, führt die beiden herum und beantwortet ihre Fragen.


21.03.2007
Die Holzabdeckung der Öffnung neben der Quelle wird durch einen Gitterrost ersetzt. Hier ist ein Anschluss an die Kanalisation, wo immer wieder Arbeitsgeräte gereinigt werden. Mit dem Gitterrost geht das nun leichter, da dieser nicht (wie die alte Holzabdeckung) zuerst entfernt werden muss.


22.03.2007
Anna, eine Freundin aus Budapest, die zur Zeit in Frankfurt arbeitet, ist für einige Tage bei uns. Sie genießt die Ruhe hier und erzählt aus ihrer Heimat. Das Budapester Zentrum, welches mitten in einer Großstadt liegt, hat ein völlig anderes Fair als die Altmühle.

Die Gästetoiletten unterhalb des Mediationsraumes (sie wurden zum Mittelrheinkurs eingebaut) werden fertiggestellt. Es muss viel gespachtelt und gestrichen werden. Der Holzboden wird neu geölt.


23.03.2007
An diesem Wochenende schmeißen 5 Freunde aus Köln die Küche und einiges drum herum. Versuche der Bewohner, in der Küche zu helfen, werden mit den Worten „lasst mal sein, das machen wir“ ganz klar abgeschmettert.

 
   

nach oben


© Buddhistische Zentren Mittelrhein der Karma-Kagyü-Linie e.V.       Impressum        Webmaster