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Fr. 27.04.2007
Zwei von uns verbringen mal wieder den ganzen Tag in fünf (!) Möbelgeschäften von Mainz bis Darmstadt. Es geht unter anderem darum, neue Stühle für das Esszimmer zu finden. Wir wollen das dort vorhandene Sammelsurium verschiedener Stühle ersetzen, deren Sitzflächen zumeist verschlissen sind und von denen immer wieder der ein oder endere zusammenbricht.
   
Sa. 28.04.2007
Heute Abend findet in Frankfurt ein Vortrag mit Lama Ole Nydahl statt. Einige Freunde aus Saarbrücken kommen auf ihrem Weg dorthin in der Altmühle vorbei. Hannes möchte diesen Sommer in Kassel am Phowa-Kurs teinehmen, bei dem man das bewußte Sterben erlernen kann. Um sich auf den Kurs vorbereiten zu können, bittet er um Erklärungen für die Meditation auf den Buddha "Grenzenloses Licht". Zuvor gibt es aber noch Kaffee und Kuchen.

Nach viel staubiger Schufterei im Treppenhaus und im zukünftigen Büro fahren fast alle Arbeiter nach Frankfurt. Nur zwei Bewohner und ein Gast bleiben da und verfolgen den Vortrag per Internet-Live-Streaming.

 
   
So. 29.04.2007
Heute ist der Tag der Besprechungen! Um 11:00 Uhr treffen Raimund (der Architekt) sowie Klaus (unser Sanitärfachmann) mit einem Herren von einem Verband für die Nutzung regenerativer Energien ein. Sie wollen die Situation vor Ort zu klären. Es geht um die Nutzung von Erdwärme bzw. Solarenergie.

Gleich im Anschluss daran kommen die Leimener (Stefan, Regine, Katrin und später auch Joachim) vorbei, um uns von den Erfahrungen profitieren zu lassen, die sie mit dem Besuch von S.H. 17. Gyalwa Karmapa in ihrem Zentrum gemacht haben. Wir reden bis 18:00 Uhr und danach rauchen einige Köpfe!

Aber sie helfen nicht nur mit ihren Erfahrungen, sondern auch tatkräftig! Katrin streicht - mit Unterstützung ihrer Tochter Klara - morgens sogar noch den Flur der Wohnung von Majo (hier wird Karmapa übernachten).

Christiane hilft bei der Umstrukturierung und der Dekoration der Wohnung von MaJo für den Besuch Karmapas.
   

Fröhliche Runde rauchender Köpfe. Wertvolle Informationen wechseln den Besitzer. "Und merkt euch: die Gabeln links, die Messer rechts und nicht in der Nase popeln!" Wir sind froh, hier nicht alleingelassen zu werden!
 


 
Der Hahn im Korb!
 
   
Di. 01.05.07
Der Mai ist gekommen! Die Bäume schlugen allerdings schon vor zwei Wochen aus. An vielen Stellen wird heute in den Mai getanzt, so auch im Heidelberger Zentrum.

Im Zentrum Altmühle wird stattdessen "in den Mai verputzt", denn bis zum Besuch von S.H. 17. Gyalwa Karmapa sind es noch 4 Wochen und wir wollen das Treppenhaus und das Büro bis dort hin fertig haben. Wir schaffen es, drei Wände fertig zu verputzen und die Arbeiter werden mit französischen Merguez (leckeren Würstchen aus Hammel und Rindfleisch) belohnt. Um das Feuer kümmern sich derweil zwei Gäste, die für ein paar Tage hier sind.
 
   
Mi. 02.05.07
Die Wiesen im Garten werden gemäht. Ein Unterfangen, das mehrmals unterbrochen wird, da der Rasenmäher seinen Dienst verweigert. Also wird er in den Hof transportiert, auf ein Gestell gehieft und teilweise zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Nach mehrmaligem, kräftigem Ziehen am Starterseil springt er auch wieder an.

Nicht nur im Garten, sondern auch im zukünftigen Büro wird weiter gearbeitet. Dort werden große Unebenheiten ausgebessert und die Fensterlaibungen werden verschalt. So kann später der Rest verputzt werden.

 
   

Sa. 05.05.07
Wochenende! Angelika Tesch - buddhistische Reiselehrerin aus Kiel - ist eingeladen, um am Abend etwas zum Thema "Ursache und Wirkung" zu sagen. Bis dahin nutzen wir die Zeit, um unseren Arbeitsplan abzuarbeiten. Viele Freunde sind gekommen. Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Saarbrücken, Karlsruhe und viele mehr. Alle geben ihr Bestes. Ob im Garten beim Jäten von Unkraut, Pflanzen oder dem Rechen von Laub. Oder beim Abreissen einer Holz-Trennwand vom alten Bad im Retreatanbau oder dem Einreissen der morschen Decke.
Hier finden sich wieder einmal durchgefaulte Balken. Einer stürzt mit lautem Lärm herunter - obwohl es gerade noch hieß:"Der hält!"
Glücklicherweise befindet sich kein Kopf darunter!

 
   
Chris und Christoph haben das Bad komplett zerstört und tanzen auf den Überresten.
Wer soll das alles wegräumen?
Einen direkten Durchblick ins Dach gibt es dort nun auch!
   


Verputzt.
Reißt die Decke ein.
Verbaut Gipsplatten.
   
Es ist eine wahre Pracht, zu sehen mit welchem Eifer geackert wird. Dabei wird nicht nur viel Staub gemacht, sondern es fließt auch einiges an Wasser die Wände herunter! Allerdings mit voller Absicht! Im Flur des Haupthauses wird der letzte Rest der Jute-Tapete entfernt, welche mit Leimfarbe durchsetzt ist. Die Leimfarbe muss mit viel Wasser abgeschabt bzw. abgewaschen werden. Wir kennen diese unangenehme und mit sehr viel Dreck verbundene Arbeit noch vom letzten Jahr. Wir haben damals den Flur hinter der Küche von derselben Tapete befreit. Mit dieser Erfahrung sind wir heute allerdings wesentlich schneller als noch vor einem Jahr. In 5-6 Stunden schaffen wir soviel, wie damals in mehreren Tagen. "Gute Arbeit Jungs und Mädels!"  
   
Zuerst wird die Wand mit der Wasserspritze durchnässt.
Dann wird kräfitg geschrubbt.
Interessante Farben zeigen sich in mehreren Schichten. Unter anderem ein schräges Pink.
Psychedelisch.
   


Alle sind ganz entspannt nach dem arbeits- und lehrreichen Wochenende.
   

Ich bin auch ganz entspannt!
   

Sa.12.05.2007
Gerade haben wir per Mail erfahren, dass unser Tagebuch sogar in Kanada gelesen wird!!

Das freut uns sehr und ist eine Motivation, weiterzumachen und auch regelmäßige Updates vorzunehmen!

(Wenn man so in seinem Kämmerlein sitzt und schreibt, weiß man ja nicht, wer einem überhaupt so zuhört.)

Vielen Dank!

 
   
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