Dieses Jahr ist ein ganz besonderes Jahr!
Wir haben das große Glück, dass uns gleich vier hohe und höchste Lamas besuchen. Nach dem Besuch von Karmapa, Lama Ole Nydahl und Sherab Gyaltsen kommen nun die Eltern von Karmapa - Mipham Rinpoche sowie seine Frau Majum gleich für zwei ganze Wochen in die Altmühle!
Sie werden hier teilweise im geschlossenen Retreat meditieren, weshalb es keine offizielle Veranstaltung gibt.
Wir sind natürlich sehr glücklich, dass der Altmühle soviel Aufmerksamkeit gezeugt wird und freuen uns mit allen, dass dadurch eine sehr kraftvolle Stelle entsteht, die jedem Interessierten für seine Meditationspraxis und die persönliche Entwicklung offensteht.
Sa.-So. 11.-12.08.2007
Dieses Wochenende ist sowohl kulinarisch als auch arbeitsreich und es werden viele neue Kontakte geknüpft. Chris beginnt - tatkräftig unterstützt - im ehemaligen Produktionsraum (Lüppertz-Raum) vor dem Meditationsraum und in dem Raum darunter je eine Leichtbauwand einzubauen. So werden zwei neue, große Schlafräume entstehen.
Die Scheune wird wieder auf Hochglanz gebracht. Wir wollen hier die nächsten 2 Wochen zusammen mit Mipham Rinpoche meditieren. Er und seine Frau Majum wünschten sich, einige Zeit in dem Retreatzentrum Altmühle zu meditieren, um so das Kraftfeld weiter auszubauen. Da Rinpoche nach einem Schlaganfall auf einen Rollstuhl angewiesen ist, können wir mit ihm nicht im Meditationsraum in ersten Stock meditieren. Also bringen wir die Chenresig-Statue wieder nach unten in die Scheune, wo sie schon öfter auf der extra angefertigten Bühne stand (z.B. beim Besuch Karmapas und bei der Einweihung auf die "Tausend Buddhas" mit Sherab Gyalsen Rinpoche - wir berichteten).
Unser Freund Tim aus Bonn entdeckt seine Vorliebe als „Pflanzer“ und füllt jeden Blumentopf, der ihm in die Finger kommt, mit neuem, grünen Leben. Unterdessen wird im ehemaligen Gästebad über den Wasserrohren (welche auf dem Boden vor dem Fenster liegen) ein Sockel gebaut. Eine Arbeit, die mehr Zeit beansprucht, als angenommen.
In der Küche ist ein „neuer Koch“ am werkeln. Jürgen aus Stuttgart hat von dieser Stelle gehört. Der gelernte Koch (jetzt allerdings in der Computerbranche tätig) zeigt, was er auf dem Kasten hat. Nach dem ersten Gericht ist er „der Held des Tages“ ... und das mit reiner vegetarischer Kost! Und so brauchen die drei Vegetarier, die dieses Wochenende hier sind, mal keine Angst zu haben, dass die „Fleischfresser“ ihnen alles vor der Nase wegessen. |
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Mo. 13.08.2007
Nachdem im Gästebad die Wände über den Fliesen der neuen Duschen mit Latexfarbe gestrichen wurden, kann grob vorgereinigt werden. Nachdem ja wochenlang nur der gröbste Dreck weggekehrt wurde, ist dies eine große Aufgabe. Am Abend soll der Boden im Nassbereich gefliest werden, was für Chris und Rudi eine wahre Herausforderung ist. Beide haben noch nie einen trichterförmigen Boden mit einem Ablauf in der Mitte gefliest.
Am Abend kommen die ersten Helfer in Gestalt der hübschen Kasha und des flotten Till an. |
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Di. 14.08.2007 Kasha, Till und Nina richten das Sommerwohnzimmer her. Hier soll gefrühstückt werden. Wenn das Wetter es nicht zulässt, im Hof zu essen, sitzt man hier trocken. Am Nachmittag streicht Till noch mal die Wand im Bad.
Dann düsen er und die beiden Damen mit Fahrrädern zum Rhein. Am Abend wird Nina ganz unruhig, denn sie muss bald abreisen. Morgen muss sie arbeiten. Sie hätte Wolfhart gerne noch gesehen. Er hilft in Kassel nach dem großen Kurs beim Abbau. Aber er scheint nicht rechtzeitig zurückzukommen . . . oder doch? Plötzlich fährt die Guzzi knatternd durch die Einfahrt herein und Ninas Augen werden groß und der Mund breit. „Mein Wolfi iss wieder da !“ Der Abend ist gerettet. |
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Mi. 15.08.2007
Letzter Tag. Heute wird der Boden im Bad verfugt. Zeitgleich versucht Till den Lüfter im WC wieder in Gang zu bekommen. Nachdem tonnenweise feinster Schleifstaub von dem alten Lüfter nach draußen transportiert wurde, hat dieser jetzt „die Flügel gestreckt“ und ist kaputt. Also muss eine neuer her.
Die ausziehbare Gardinenstange entpuppt sich als "die falsche, ausziehbare Gardinenstange". Wir wollten eine mit Federmechanismus, um sie zwischen zwei Wände zu klemmen. Diese hier muss mit Haken befestigt werden.
Die Stange soll einen Vorhang halten, welcher den Fur vor Mipham Rinpoches Zimmer vom öffentlichen
Teil des Flures abtrennt.
Wir wollen aber im Flur keine Löcher in die Wand bohren, da die Stange nach Rinpoches Abreise wieder entfernt werden soll. Das Schloss am Schrank in Mipham Rinpoches Zimmer hat keinen Schlüssel. So fahren wir mal wieder zu unserem Lieblingsbaumarkt.
Michael hat einen Sanitätsfachhandel und stellt uns ein hydraulisches Bett, einen Duschstuhl und eine WC-Sitzerhöhung zur Verfügung. So ist das Bad komplett und das Zimmer für Mipham und Majum ebenso. So gegen 23:00 Uhr scheint alles soweit hergerichtet zu sein. Wir entspannen und atmen etwas auf. |
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Die neue Dusche - behindertengerecht. |
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Die WC-Sitzerhöhung. Nix für Zwerge! |
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Das Fehlen der Wendeltreppe erlaubt uns endlich, erhobenen Hauptes den Gang zur Toilette anzutreten!
Und eröffnet den Blick auf einen immerwährenden Regenbogen |
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Eine Rampe für die Stufe im Flur. |
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Do. 16.08.2007
Heute gegen Abend werden Mipham Rinpoche und seine Frau Majum am Frankfurter Flughafen eintreffen. Sie kommen von Paris über Bordeaux und die Ankunftszeit soll 17:20 Uhr sein. Hier laufen die letzten Vorbereitungen. Die Duscharmaturen müssen noch angebracht werden und dann wird noch einmal alles gewischt. Schließlich soll ja alles perfekt sein.
Kasha ist derzeit dabei, das Bad in der Wohnung von MaJo für den Khenpo herzurichten. Zu dem Zimmer, in welchem Khenpo Ngedon die nächsten Tage wohnen wird, gehört zwar eine Toilette, aber kein Bad. Da wir Khenpo Ngedon aber nicht zusammen mit den Gästen in das „Murksbad“ schicken wollen, wird er MaJos Bad benutzen.
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Um 15:00 Uhr fahren wir zum Flughafen. Zwar etwas verfrüht, aber so sind wir auf der sicheren Seite. Und klar: Etwas Aufregung ist auch mit im Spiel.
Ilse und Wolfgang werden Rinpoche mit ihrem geräumigen Auto fahren. Das Gepäck kann dann auf die Fahrzeuge von Wolfgang und Ellen verteilt werden. Und Rinpoches Rollstuhl muss ja auch mit. Zu unserem Empfangskomitee kommen überraschenderweise noch 3 weitere Freunde. Die Ankunft verspätet sich um 40 Minuten und so fahren wir anschließend, so schnell es geht, zu Altmühle zurück.
Dort warten mittlerweile schon viele Freunde aus der ganzen Region voller Spannung auf unsere Rückkehr. Nach einem herzlichen Empfang und einer „geringfügigen Modernisierungsmaßnahme“ in Rinpoches Zimmer (Majum schiebt sofort beide Betten zusammen und wünscht sich einen Griff an der Wand gegenüber von Rinpoches Bett, so dass dieser sich beim Aussteigen aus den Bett daran festhalten kann), ziehen sich beide zurück. |
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Fr. 17.08.2007
Wir unternehmen eine kleine Führung durch den Hof, den Garten und die Einfahrt - eben alles, was man mit dem Rollstuhl erreichen kann.
Im Laufe das Tages treffen immer mehr Freunde ein. Für diesen Abend ist ein Reiselehrervortrag mit Anne-Katrin aus Amden vorgesehen. Sie wird etwas über die „Sechs befreienden Handlungen“ (Paramitas) erzählen.
Praktizierende im Großen Weg sowie im Diamantweg mit Überschuss für sich selbst und andere, versuchen mit dem Aufbau von Großzügigkeit, mit sinnvollem Verhalten, mit Geduld, freudiger Anstrengung, Meditation und Weisheit immer das zu tun, was ihnen selbst und allen anderen hilft, sich weiterzuentwickeln.
Nach dem spannenden Vortrag können wir zusammen mit Rinpoche meditieren und anschließend gemeinsam am Lagerfeuer sitzen. „Wie in Tibet“, lässt er uns verstehen. |
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Mipham Rinpoche zeigt sich sehr interessiert an allen Werkzeugen... |
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Nein, er hat sich nicht an der Axt geschnitten!
Wir lernen eine typische Geste von ihm kennen: Den hochgestreckten Daumen!
Die Axt gefällt ihm. |
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| Mit seiner Frau Majum kommuniziert er meistens per Gesten oder Blicke. Für kompliziertere Fälle haben sie immer eine Tafel dabei. |
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In der Werkstatt gibt es so einiges zu entdecken. |
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"Liebevolle Wärme" hatte bereits Karmapa und auch Sherab Gyaltsen fasziniert. Auch Mipham kann sich ihrem Charme nicht entziehen. |
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Alle Werkzeuge werden genau begutachtet. |
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Hochgezüchtetes deutsches High-Tech-Produkt. Aus nachwachsenden Rohstoffen. |
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Majum steht ihm in nichts nach! Sie ist eine kraftvoll zupackende Frau. |
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Wie gut, dass die schweren Schiefertafeln außer Mode sind. |
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In der Einfahrt kommt uns Michael "Cable-Man" entgegen. Rinpoche ist von seinen Armee-Klamotten begeistert und salutiert! |
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...und wir dachten schon, den Cable-Man könne nichts toppen, aber vor unserer Einfahrt kann man so einige Attraktionen antreffen! |
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Dann geht's in den Garten und zwischen den behindertengerecht geschnittenen Hecken hindurch. Rollstuhl-Spurweite plus 3,5 Zentimeter Spiel beidseitig. Perfekt! |
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Hat Rudi jetzt geschupst oder festgehalten? |
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