Mo.18.06.07
Nur 10 Tage nach Karmapas Besuch dürfen wir wieder einen hohen Lama in der Altmühle begrüßen!
Diesmal ist es Sherab Gyaltsen Rinpoche. Er wird sogar 4 Nächte hier bleiben und an drei aufeinanderfolgenden Tagen Einweihungen geben!
Dazu können wir nun die bereits vorbereitete Scheune nehmen. Wie entspannend!
Wieder einmal wissen wir nicht, wieviele Besucher zu den Einweihungen kommen werden. Auf unser europaweites Einladungsmail
kommt schon nach einer halben Stunde eine Reaktion aus Prag!
Daher rechnen wir zuerst mit sehr vielen Gästen. Mit der Zeit aber relativiert sich die erwartete Anzahl. Bei dem letzten Vorbereitungstreffen am Wochenende vor dem hohen Besuch geben alle Anwesenden Tipps ab. Sie liegen zwischen 100 und maximal 150 Besuchern. Wie sich herausstellt, lagen wir damit gar nicht so falsch!
Dennoch bestellen wir - zum ersten Mal überhaupt - Essen über einen Catering-Betrieb vor Ort. Unsere Köchin für diese Woche, Christiane, hat alle Hände damit zu tun, das Essen für unseren hohen Besuch vorzubereiten.
Rudi und Ellen machen sich auf zum Flughafen, um Rinpoche und seinen Mönch dort zu empfangen und sicher zur Altmühle zu geleiten.
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Montag Abend: Der Fahrdienst - Elvira und Ralf - ist schneller als wir glauben können. So stehen Sherab Gyaltsen und Phuntso, sein Neffe, bereits vor der Tür, als die Helfer noch aus allen Ecken herbeieilen. |
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Die Begrüßung ist herzlich. |
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Der Lama ist schnell! Die Kofferträger eilen zuerst voller Elan hinterher... |
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...um dann doch in größere Verwirrung zu verfallen. "War das wirklich sein Koffer?" ""War der nicht grün?" "Sind das wirklich alles seine Koffer? " |
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...aber ja! Eine Menge aller nur denkbarer Utensilien für die Einweihungen und das Nötige für einige Wochen Reise befinden sich in den Koffern!
Maria und Johannes haben mal wieder ihre Wohnung zum großen Teil geräumt. Teiweise stehen Sachen auch noch vom letzten Auszug (Karmapas Besuch) im Keller. Computer, Finanzen (Maria macht ja Buchhaltung und Kasse) und Bett ziehen für 6 Tage ins L-Zimmer.
Auch Chris und Wolfhart nehmen Besucher in ihren 4 Wänden auf - Nina und Beate werden die ganze Woche tatkräftig mit dabei sein. |
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Di. 19.06.07
Heute gehen die Einweihungen los!
Jede Menge Sachen sind dafür noch zu besorgen. Wie immer bei solchen Ereignissen natürlich erst im letzten Moment - obwohl man sich doch alle Mühe gegeben hat, möglichst alles im Vorfeld zu erfahren und zu erledigen!
Aber das ist auch gar nicht so einfach, bei der Menge unterschiedlichster Dinge!
Und dann kommen die ersten Gäste. Der offizielle Beginn muss um eine Stunde verschoben werden, da noch Utensilien aus allen Himmerlsrichtungen herbeigebracht werden.
Aber bei dem tollen Wetter macht das Warten sogar Spaß. Während der Lama notwendige Vorbereitungen in der noch verschlossenen Scheune (jetzt ja provisorisch zum Meditationsraum ausgebaut) trifft, unterhalten sich die Leute unter der Linde im Schatten. |
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Fast wie bei großen Kursen:
"Wem gehört das Auto mit dem Kennzeichen xx ? Bitte wegfahren sonst" ...und hier unterscheiden wir uns dann doch von den großen Vorbildern, wo man mit Abschleppen droht "...
kommt der Nachbar mit seiner Güllrschleuder nicht durch!" |
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"Gülleschleuder?" |
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Und hier das absolute Novum:
Die erste richtige Schlange in der Altmühle!!!
Kein wirklich wichtiger Kurs ohne anständige Schlange!
Wir sind so stolz!
Damit können wir uns in die großen Vorbilder Karma Guen und Kassel einreihen! |
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Auch Phuntso freut sich darüber! |
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Und dann beginnt der erste Abschnitt der dreitägigen Einweihungsreihe.
Sherab Gyaltsen beeindruckt alle
mit seiner gleichzeitig liebevollen und kraftvollen Art. |
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Der Hauptaspekt der Einweihung ist "Liebevolle Augen". |
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Während der Einweihung bittet Phuntso, der Mönch, um die Kamera und fotografiert uns von der Bühne aus! |
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Nach der Einweihung gibt es Segen für alle. |
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Ja!!! Da ist sie wieder! Was wären wir Kagyüs ohne unsere allseits beliebten Schlangen!
Hier schließt man Freundschaften, trainiert die Beinvenen und die steife Oberlippe. |
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Nach der Einweihung sitzt ein junger Vogel vor dem Fenster des Lamas.
Es scheint, als würde er den Segen spüren und in das Zimmer zu wollen. |
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Jedenfalls bringt ihn nichts aus der Ruhe - nicht einmal der Fotograf. |
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Mi. 20.06.2007
Heute geht die Einweihungsreihe weiter. Es ist genauso kraftvoll wie gestern.
Es sind wieder etwa 130 Gäste da - nicht alle sind dieselben Gesichter wie gestern, aber einige können doch an allen 3 Tagen teilnehmen.
Abends dann schlagen wir vor, gemeinsam in der Scheune einen Film zu schauen - wir haben extra dafür einen tollen Beamer und eine riesige Leinwand von Matthias aus Speyer geliehen. |
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Gemütliche Ecke in der Scheune. |
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Sherab Gyaltsen möchte mit dabei sein! Wir freuen uns und er darf den Film auswählen.
Unter großer Auswahl entscheidet er sich für die alten Kung-Fu-Filme! |
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Und nicht nur einen, nein, sogar zwei Episoden sehen wir uns an. Am nächsten Tag dann das gleiche: Sherab Gyaltsen wünscht weitere 2 Episoden zu sehen!
Das freut uns natürlich und die relativ soften Filme sind eine erholsame Abwechslung zu den Splatter-Movies, die wir uns hier sonst immer reinziehen |
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Uschi, unsere Cafeteria-Fee macht mit der Taschenlampe bewaffnet ihre Runde und versorgt uns alle ganz lieb mit dem Leckersten. |
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Do. 21.06.2007
Heute wünscht sich Rinpoche eine Führung durch die Altmühle. Klar, das machen wir gerne!
Wir haben ja mittlerweile ein bischen Erfahrung darin gesammelt!
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Hier bewundert er den alten Gußofen "Liebevolle Wärme" und möchte wissen, aus welchem Material er ist. |
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Das neue Büro (immer noch nicht fertig eingerichtet). |
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Die Schwefelquelle ist immer ein Highlight. |
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In der Kuhkapelle möchte er wissen, aus welchen Steinen das Kreuzgewölbe genaut wurde.
Wir übersetzt man "Ziegel" ins Tibetisch?? |
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In den Wingert kommt mal ein Parkplatz, Zeltplatz, Spielplatz oder Stupa. Sämtliche Kombinationsmöglichkeiten noch nicht ausgelotet. |
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Heute ist leider schon der letzte Tag der Einweihungen. Es passiert so einiges nebenher. Ein Freund wird auf unserem Hof von dem mitgebrachten Hund eines anderen Gastes gebissen. Glücklicherweise nicht viel passiert, aber sehr spektakulär war es doch!
Nur ein Biss in den Oberschenkel, aber doch so tief, dass das Blut in einem dicken Strahl weit herausschießt und die Einfahrt schnell großflächig mit Blut bedeckt. Zum Glück haben wir ja Profis vor Ort: Rudi hat jahrelang als Rettungssanitäter gearbeitet und so wird schnell ein Pressverband angelegt.
Der Notarzt nimmt den Armen mit ins Krankenhaus und der sichtlich entsetzte Hundebesitzer begleitet ihn.
Wenige Stunden später - als wir gerade noch darüber spekulieren, wie lange er wohl um Krankenhaus bleiben muss (Rudi vermutet, dass möglicherweise eine Arterie geflickt werden muss) steht er wieder vor uns (!): etwas humpelnd, aber er läuft! Unglaublich! Ein zäher Bursche, denn da war so einiges an Blut zwischen die Steine gelaufen!
Das hat bestimmt der Segen der Einweihung bewirkt, der mittlerweile deutlich fühlbar ist. |
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