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Die letzten 5 Tage vor Gyalwa Karmapas Ankunft

Es ist fast soweit!
Die letzten Tage und Stunden vor der Ankunft Karmapas vergehen schnell. Es gibt sooo viel vorzubereiten!

Die folgenden Fotos sind alle vom Samstag, 02.06.2007.

Die Scheune bekommt in luftiger Höhe eine Lichtanlage (Spiderman persönlich bringt sie an) aus 16 Lampen plus Strahlern für den schönen Dachstuhl.


Die Wände werden bis unter den Giebel in Höhe von etwa 11 Metern von Spinnweben gesäubert (natürlich nicht von Spiderman! Der bringt ja die Spinnweben an!), der Boden wird gefegt, gefegt, gefegt, gesaugt, feingesaugt, gewischt, feingewischt und abschließend mit Tiefgrund fixiert. Spalten im Betonboden schnell noch mit Beton aufgefüllt.

Das hintere Drittel der Scheune, in welchem sich jetzt die Möbel und Materialien drängen, wird mit einer Sichtschutzwand vom Rest abgetrennt. Diese bekommt einen weißen Anstrich und sogar die Schraubenlöcher werden noch zugespachtelt!

Die neue Sichtschutzwand.
Davor und dahinter...
   
Dann kommt der Teppich. Wunderbar, dieser Effekt. Gleich fühlt sich alles viel wohnlicher an. Schaltet man die Strahler ein, welche den Dachstuhl ausleuchten, möchte man gleich eine Party starten! Aber Geduld, noch ist es nicht soweit. (Die unisolierten Dachziegel erlauben sowieso keine Party - im Interesse unserer lieben Nachbarn!)

Dann wird eine Bühne gebaut: Etwa 15 Quatratmeter ist sie groß, mit richtiger Treppe zum Hochgehen! Dazu noch rundherum mit weißem Tuch verkleidet.
Als dann noch Blumengestecke und große Pflanzen in Töpfen geliefert werden (geliehen (!), denn Uschi aus Worms ist Floristin) und zusätzliche Strahler auf die Bühne gerichtet sind, kommen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auf Zehenspitzen und in Strümpfen laufen wir herum - dort, wo noch vor 5 Tagen Baustoffe lagerten und es ständig dunkel war!
 
   

Die Bühne.
Im Vordergrund: R2D2 in Verkleidung. Er glaubt, in Gelb würden wir ihn nicht erkennen! Witzbold!


Zum Patent angemeldet: Die Altmühler Technik zum Wände- und Fensterputzen. Geeignet auch für Hochhäuser und Fernsehtürme sowie für Zwerge mit Höhenangst.
So sah die Scheune vorher aus: Das hintere Drittel, welches noch immer als Lager dienen muss.

Christoph und Thomas bauen ein Podest für die Waschmaschinen im Keller.
Die beiden sind lange Kerle.
Jetzt müssen unsere Frauen auf einen Stuhl steigen, um die Maschinen zu bedienen.
Immer unermüdlich im Kampf gegen den Eintrag organischer Substanz (von Blättern bis Essensresten) in den Innenhof.
   
Uschi macht kein' Quatsch!
Und wieder einmal zeigt sich uns erstaunten Männern die großartige Fähigkeit der Frauen, in jeder - scheinbar noch so profanen - Situation stets ihr modisches Erscheinungsbild zumindest farblich auf die vorgefundene Situation abzustimmen.
Welcher Zimmermann versucht schon, seinen Arbeitskittel farblich auf die zu verlegenden Dachziegel abzustimmen?

Man erinnere sich diesbezüglich auch an November 2006
 

Noch hat er gut lachen, unser Garten-Beauftragter Wilfried.
Und schon muss er das Schicksal des Efeus teilen, das er rausgeschmissen hat.
   

Die Wohnung von Maria und Johannes wird ebenfalls völlig umgestaltet. Einerseits den Bedürfnissen Karmapas angepasst. Er ist ja monatelang unterwegs und braucht dementsprechend eine Sitzgruppe mit Tisch für Besprechungen, außerdem einen Essplatz, denn er speist alleine. Einen Platz zum Meditieren und natürlich auch zum Schlafen sowie einen Computer bzw. Internetzugang.

Und natürlich wollen wir ihn auch in einer möglichst schönen Wohnung einquartieren. Schließlich steht im Diamantweg-Buddhismus der Lama für den Buddha und somit für unsere eigene Buddhanatur. Diese ist das Höchste das wir verwirklichen wollen! Also tun wir unser Bestes - nicht, weil Karmapa das so verlangen würde (er ist sowieso immer froh), sondern für unseren eigenen Geist.

Im Ergebnis sieht die Wohnung aus, wie ein Foto aus "Schöner Wohnen". Dank an die energiegeladenen, geschmackvollen und begeisterten Frauen!

Karmapas Besprechungsraum.
Den Flügel hat er leider nicht genutzt.


Das Bad.
Hier würde man sogar vom Boden essen!

Das Treppenhaus im "Retreatanbau" wird fertig verputzt (Dank an Janosch!) und sogar noch gestrichen (bis auf eine Wand, die noch trocknen muss). Das Oberlicht ist auch fertig verkleidet.

Der Flur im Haupthaus wird sogar auch fertig!

Im Essraum werden Schäden im Anstrich repariert.

Die ehemalige Waschküche wird zur Speisekammer umgestaltet und die Küchentür bekommt einen Mückenvorhang.

Die Bibliothek/Videoraum wird zum Schlafraum für Mönche.

Das neue Büro wird gestrichen und bekommt Beleuchtung. Der Schreibtisch wird aus dem Essraum herausgeholt und mitsamt Computer ins Büro transferiert. Telefon- und Netzwerkkabel werden quer durchs Haus (durch die Küche) ins Büro verlegt. Nun haben wir dort sogar schon Internetanschluss!
Christel und Janosch, zwei der vielen unermüdlichen Arbeiter.
   

"Sag mal: Wie werden wir eigentlich diesen lästigen Fotografen los?"
"Also erstmal stell ich mich so hin und guck ganz böse und grunze und mach ihm richtig Angst."
"Dann kippt der einfach um."
   
"Und dann werd ich aus ihm rausprügeln..."
"...wo er überall diese verdammten Web-Cams versteckt hat"
   


Die Wohnung von Ellen und Rudi wird ebenfalls verschönert und auch Chris räumt auf ;-)
In diesen Räumen schlafen Lama Ole Nydahl sowie Caty und Tomek.

Der Meditationsraum bekommt seinen Feinschliff: Der Abschluss zwischen Decke und Wänden wird geschlossen und der noch offene Zugang zu den Heizungsrohren in der hinteren Wand verkleidet.

Es kommen neue Lichtschalter in die ehemaligen Produktionsräume vor dem Meditationsraum. Dabei kommt es mal wieder zu einer längeren Sicherungs-Such-Aktion. Dabei dachten wir, die Altmühle mittlerweile etwas besser zu kennen!

Das gleiche gilt für den Garten, den Hof und das "Drumherum". Schnell noch einmal das Gras gemäht. Um die Schwefelquelle herum wird gestrichen und die Medizinbuddha-Statue bekommt ihren Platz über der Quelle. Dazu kommt noch eine eigene Beleuchtung! Es darf ja nicht sein, dass diese schöne Ecke des Nachts unsichtbar bleibt!

Das Sommerwohnzimmer, welches immer schnell mal als Lager dient, wird auf- bzw. leergeräumt und die Spülstraße nochmals umgebaut und verbessert.

Gleichzeitig wird das Event weitergeplant. Die Ordner bereiten sich vor, das Parken wird organisiert und es wird abgesperrt.

Getränke werden eingekauft. Soviel hatten wir noch nie vorgesorgt! Es gibt zwar leider kein Essen für die uns völlig unbekannte Anzahl von Gästen, aber verdursten soll ja auch niemand!
 
05.06.2007
Heute ist der große Tag,
auf den wir so lange hingearbeitet haben. Karmapa wird kommen. Und mit ihm Lama Ole Nydahl, ein tibetischer Rinpoche, 5 tibetische Mönche, Caty und Tomek, 2 Karmerateams, Fotografen sowie Mitreisende.
Die Vorbesitzerin der Altmühle, welche das Anwesen so großherzig an den Diamantweg-Buddhismus geschenkt hat wird auch zum ersten Mal seit unserem Einzug vorbeikommen. Wird sie einverstanden sein mit den Änderungen, die wir vorgenommen haben?

Wir erwarten außerdem eine unbekannte Anzahl von Gästen, die Karmapa in der Altmühle begrüßen wollen. Wir sind froh, dass nun in der Scheune Platz für alle sein wird. Im Meditationsraum wäre es zu eng für alle gewesen.
 
   
Im Essraum wird ein großes Buffet aufgebaut - das schöne Vitrinen-Oberteil, welches wir aus Köln bekommen haben, lässt sich leider auch nach mehreren Versuchen nicht an der Wand befestigen. Die Wand ist einfach zu instabil. Schließlich wird es auf einen Tisch gestellt und die Wand sieht danach aus, wie nach einem Bombenangriff. Natürlich wird alles wieder fein verspachtelt und gestrichen.
 
Keine Deko und auch nicht aus Plastik, wie ein Kind meinte! Der Snack auf Karmapas Tisch.
Hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen...
Unser Essraum.


Betten für die Mönche. Und für jeden ein Tütchen mit dem Lebensnotwendigen: Seife, Zahnbürste, Wasserflasche etc.
   
Natürlich laufen auch in der Küche Vorbereitungen! Alles wird natürlich selber gekocht, schließlich sind unsere Köche echte Profis!
Karmapa ist später begeistert vom Essen und meint, als er den dritten Gang serviert bekommt: "It's like a feest!". Die Antwort: "Yes! In the Altmühle it's always a feest!"
 
Spargelschälen im Sommerwohnzimmer.
Häppchen legen in der Spülküche.
Kannenspülen im Sonntagsdress.
Einkäufe in rauen Mengen.


Überhaupt alles im Haus wird aufgeräumt, geputzt, dekoriert und verschönert. Es riecht nach Blumen und Räucherwerk und alles strahlt.

Diese letzten Tage vor Karmapas Ankunft waren eine besondere Erfahrung, das kann man schon sagen! Alles war sehr energiegeladen. So viele Baustellen gleichzeitig! An allen Ecken und Enden wurde gearbeitet und es ist ein wahres Wunder, dass alles fertig wurde! Niemand konnte den Überblick über sämtliche Aktivitäten haben - aber dafür arbeiten wir ja im Team! Und das hat vorzüglich geklappt. Natürlich Dank der vielen, z.T. spontan und kurzfristig eingesprungenen Helfer! (Vergesst nicht: Die meisten der treuen Mitarbeiter befanden sich ja bei dem großen Meditationskurs in Südspanien!)

Vielen Dank allen Mitarbeitern!!

(Unter diesen Umständen könnt ihr vielleicht entschuldigen, dass wir in dieser Zeit das Tagebuch nicht wirklich chronologisch führen konnten.)
 

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