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In der letzten Märzwoche findet ein Thanka-Malkurs statt. Die weibliche Mannschaft (!) ist fleißig und inspiriert und es herrscht eine sehr ruhige und konzentrierte Atmosphäre.
Man sollte vielleicht wissen, dass diese Buddha-Abbildungen Ausdruck der Qualitäten der Erleuchtung sind und nicht persönlicher, künstlerischer Ausdruck. Daher müssen ganz bestimmte Vorgaben eingehalten werden und ein Meister benötigt für ein gutes Thanka oft sehr viel Zeit.
   
   
   

So. 29.03.2008

Die wahren Helden
aus unseren Sanghas versammeln sich in der Altmühle....... zum großen Buchhaltertreffen.

Und wahre Helden sind sie wirklich! Der Job ist nicht beliebt: Ihre Arbeit läuft unbemerkt im Hintergrund. Da sie keinen Lärm und keinen Dreck macht, wird sie kaum bemerkt. Dabei tragen sie höchste Verantwortung, denn sie sichern und beweisen unseren Gemeinnützigkeits-Status gegenüber dem Finanzamt. Sie sitzen tagelang im dunklen Kämmerchen und tragen fleißig jede Einnahme und Ausgabe in endlose Tabellen ein. Dabei müssen sie sich ständig herumschlagen mit den "Normalos", die einfach nicht einsehen wollen, warum es so viele Vorschriften einzuhalten gibt. In der Folge müssen die Buchhalter dann hinter fehlenden Belegen und versäumten Einträgen etc. hinterherlaufen.

Lasst euch gesagt sein: Es sind nicht unsere Buchhalter, die sich scheinbar unsinnige Regeln einfallen lassen. Lama Ole hat mal gesagt: "Es gibt für uns nur 2 Dinge, die real sind: Die unbegrenzte Klarheit des Geistes sowie das Finanzamt".

Bitte unterstützt unsere Helden!

Bei dem Treffen wurden aktuelle Fragen geklärt, damit in allen Zentren der gleiche Wissensstand herrscht und eine wirklich einheitliche Buchführung in allen Zentren gemacht wird. (Vor allem: damit gleiche Begriffe für die vielen unterschiedlichen Einnnahme- und Ausgabe-Kategorien verwendet werden).

   
Ohne Computer läuft nix mehr.
Spaßig.
   
 
Wirklich spaßig scheint es nicht zu sein...
...echt nicht.
   
Derweil werden im ersten Stock bei der neuen Trennwand weiter Strippen gezogen. Strom, Telefon und Netzwerk. Was man heute alles so braucht. Ein endloses Unterfangen.
 
Das Kabelgewirr erfordert von den Bewohnern Geduld. Der ein oder andere wurde bereits erhängt aufgefunden. Wahrscheinlich nachts auf dem Weg zur Toilette verfangen.
   
 
 
Der Frühling ist ausgebrochen....oder eingebrochen...
 
Fr-So 04.-06.04.2008

An diesem Wochenende haben wir eine ganz besondere Veranstaltung: Ein Nyungye-Kurs. Bei dieser besonderen Praxis dürfen die Teilnehmer nur ganz bestimmte Sachen essen (sowas Leckeres wie Reis-Schleim) und dürfen nicht reden.
Das war für uns Bewohner - die wir wegen unserer laufenden Aufgaben nicht teilnehmen konnten - eine besondere Situation. Trotz der vielen Besucher war es sehr still in der Altmühle. Alle gingen sehr zeitig ins Bett (weil es arg früh losging) und die "Schlemmermühle" hat sich auch zurückgehalten.
Aber witzig war es schon...

Am Sonntag durften alle dann einen Film sehen. Nein, nichts blutrünstiges wie sonst immer, sondern etwas Buddhistisches. Dabei erzielten wir einen absoluten Rekord: Ganze 40 (!!) Leute im Mipham-Zimmer, unserem Video-Raum. Das war was! Kuschelig, aber still.
 
Leider war der Reporter etwas spät mit der Kamera...
...die Hälfte der Leute war bereits gegangen.
   
Sa.-So. 19.-20.04.2008

Die Sangha aus Köln ist wieder zu Besuch. Und es wird wieder gebaut. Diesmal finden Arbeiten an der Hauswand zum Garten statt. Hier ist es feucht und heute wird der Putz entfernt, der im Laufe der Jahre durch aufsteigende Feuchtigkeit mit Salzen versetzt ist und daher noch mehr Feuchtigkeit zieht. Er hat vor, hier bald eine Drainage zu verlegen.
 
Endlich werden auch die Regenrinnen von Vogelnestern u.ä. befreit. Eine Aufgabe für Schwindelfreie.
Thomas bringt den entfernten Putz an seiner Jacke klebend aus dem Garten.
   
   
Rote Männchen und blaue Frauen.
Moderne Zeiten.
   
Da geht er hin, der Putz.
 
   
Derweil macht sich Gerhard, unser Mann für die Elektrik ans Werk. Er ist sehr auf Sicherheit bedacht und arbeitet außerdem sehr gewissenhaft. Genau der richtige Mann für diese Aufgabe.
Heute kümmert er sich um die Elektrik im Erdgeschoss hinter der Küche. Hier gibt es neue Kabel im Bad und im Miphamzimmer und vor allem versieht er die Unterverteilung mit neuen Sicherungen. Es gibt - wie oft in alten Häusern - keinerlei Pläne über die Elektrik. Die alten Kabel sind morsch, z.T. fällt die Isolierung ab und die Drähte liegen blank. Außerdem gibt es eine Menge Leitungen, deren Sinn zu ergründen nicht einfach ist. Manche sind tot und der Verlauf abenteuerlich.
Gerhard hat zum Glück viel Geduld.
 
Der Plan vervollständigt sich langsam.
   
Einen Fehlerstromschalter gibt es nun auch fürs Bad.
Hannah unterstützt die Arbeiten fasziniert. Vor allem der FI hat es ihr angetan: "Bist du sicher, dass 15 mA als Auslösespannung nicht schon zu hoch sind?"
   
15 mA ! Wenn ich die abkriege, sehe ich so aus!
Werkzeugkoffer des Elektrikers. Handfesseln und einen Apfel "für danach". Für Sie und Ihn.
   
Später fängt es auch noch an zu regnen.
Aber ein Liebespaar lässt sich dadurch nicht beirren.
Was gibt es Schöneres, als Schlammcatchen?
Natürlich ist auch in der Küche was los.
   
Sa.-So. 25.-26.04.2008

An diesem Wochenende hat die Gießener Sangha den Betrieb übernommen. Sie kümmern sich getreu dem "Amdener Modell" um den Einkauf von Essen und Getränken, sie kochen, machen die Abrechnung mit den Gästen und sorgen dafür, dass in gemeinschaftlicher Arbeit am Schluss alles wieder aufgeräumt und sauber ist.

Und es wird wieder gebaut. Im ersten Stock über der Werkstatt wird eine lose Wand abgetragen, die umzukippen droht. Die alten Ziegel sind aus Ton und haben eine schöne Farbe. Aber sie sind nicht gebrannt und zerbrechen sehr leicht. Sie landen im Container.
Gießen in Aktion.
 
Die nicht mehr vorhandene Wand.
Die nicht mehr vorhandenen Ziegel.
   
Ein nicht mehr vorhandener Augenblick.
 
Auch heute leider immer noch notwendige Hinweise.
 
Joszef mauert sich ein.
Die Tür vom Mipham-Zimmer zum Bad gibt es nun nicht mehr.
Katja, sein Schatz, bringt ihm die Steine für sein geschlossenes Retreat.
Scheint ihr nicht viel auszumachen, dass sie ihn nun eine lange Zeit nicht sehen wird.
   
Stefan bringt den Rahmen für eine neue Tür an, welche den Flur vor dem Miphamzimmer zum Hauptflur abtrennt.
So kann in Zukunft der Bereich als Lama-Wohnung abgetrennt werden.
Die Türen zum Essraum, zur Küche und zum Miphamzimmer werden restauriert: Abgeschliffen, gespachtelt und neu lackiert.
Sie sehen nun wieder richtig toll aus!
   
 

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