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Nachruf der Bewohner der Altmühle

Unser lieber Mitbewohner Wolfhard Fechtner ist am Freitag, 08. Februar 2008 morgens um ca. 6:00 Uhr plötzlich und unerwartet verstorben. Als er gefunden wurde, war er bereits seit zwei Stunden tot und lag friedlich da, als würde er schlafen.

Sein völlig unerwarteter Tot hat uns sehr getroffen.

Wolfi hat sein Leben komplett der Dharma-Arbeit gewidmet und besaß eine sehr starke Verbindung zu Lama Ole und Hannah. Er war voller Tatkraft, die er ganz der Altmühle widmete. Gleich nach seinem Einzug hat er die Werkstatt strukturiert und liebevoll eingerichtet, so dass sie neben ihrer eigentlichen Funktion auch als Begegnungsstätte und Partyzone dient. Wolfi hat zuverlässig alles Grün rund um das Anwesen gepflegt, den Retreatanbau weitgehend entkernt, die Scheune vor Karmapas Besuch freigeräumt und vieles mehr - und das alles, ohne sich jemals für Drecksarbeit zu schade zu sein. Dabei war seine Beharrlichkeit beeindruckend - so zum Beispiel als er monatelang stündlich Holz im Brennofen nachlegte.


Unser begeisterter Fallschirmspringer und Motorradfahrer (Guzzi!) konnte sehr charmant sein und war ein echter Kavalier, der jedesmal sofort zu Hilfe kam, wenn die Frauen etwas zu tragen hatten. Mit der Errichtung des nächtlichen Feuers im Hof und der Sitzecken bei der Scheune hat Wolfi für Geselligkeit und Behaglichkeit gesorgt. Seine Liebe zum historischen Charme der Altmühle hat er u.a mit einer Antiquitätenausstellung und der Wiederaufarbeitung alter Terracotta-Fliesen ausgedrückt.

Wolfi ist für uns zum festen Bestandteil der Altmühle geworden, so dass wir es immer noch nicht glauben können, dass er nicht mehr im nächsten Moment um die Ecke kommen wird. Wir werden die amüsanten Gespräche über akademische Spitzfindigkeiten und vieles andere mehr sehr vermissen.

Wir sind froh darüber, dass Wolfi offensichtlich schmerzfrei sterben durfte. Er ging sofort ins reine Land und wir alle haben den starken Eindruck, dass es ihm nun wirklich gut geht. Sein Herz war 12 Stunden nach seinem Tod immer noch warm!
Am vergangenen Montag, 3 Tage nach seinem Tod, wurde in mehreren Zentren Deutschlands gleichzeitig Phowa für ihn gemacht. So auch hier in der Altmühle: 40 Freunde aus der Region waren gekommen. Alle empfanden das Phowa als sehr kraftvoll und wir konnten eine tiefe Dankbarkeit und starke Verbundenheit spüren.

Anfang März wird in der Altmühle ein Gedenkfest zu Ehren Wolfis stattfinden, zu dem alle eingeladen sind. Der Termin steht noch nicht fest.

Die Bewohner

   
Diese drei Fotos haben Lilly, Liv und Lara der Seite noch hinzugefügt:
 
   
Hier in Heldenpose auf dem Kurs in Kassel. Mit seinem liebsten Spielzeug - dem Trecker!
   

   


Wolfi und Nina.
   

   

Immer wenn Mipham Rinpoche Wolfi sah, freute er scih besonders.
In Aktion beim Ausbau des L-Zimmers.
   

Geteilte Interessen am gleichen Spielzeug.
   

Konzentriert - beim Statuenfüllkurs.
Dass die Statue das aushält!
   

Party!
   

Beim Einräumen der Werkstatt - heimlich fotografiert.
Den Fotografen entdeckt!
   

Beim Renovieren seines Zimmers Anfang 2007
   

Karneval 2007:
Zur Ehrung der Kölner Sangha, die zum Retreat bei uns war, zaubert Wolfi eine Verkleidung hervor.
   

Verschmitzt.
März 2007 - alle damaligen Bewohner beim Umtrunk...
...natürlich in der Werkstatt.
   

Gemeinsam durch Dick und Dünn.
   

Beim immer noch offenen
"Wettbewerb der dümmsten Hüte"
   

Held der Arbeit.
Beim Freiräumen der Scheune für Karmapas Besuch lief die Kreissäge eine Woche lang ununterbrochen!
Diese Yogi-Höhle im Knöterich hat er herausgearbeitet.
Vorn liegt noch die Heckenschere - später war der Busch ganz weg.
   

Kräftemessen...
   

So ganz ernst nehmen konnte er das Ganze wohl nicht.
Wer nun wirklich gewonnen und wer gemogelt hat, ließ sich nicht abschließend klären.
   
Eines zumindest haben wir aus Wolfis plötzlichem Verschwinden gelernt:
Carpe diem!

Wir sehen uns wieder in den reinen Ländern.
Oder - mit vernachlässigbarem Altersunterschied - bald in der Altmühle.
   

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