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Mi. 04.11.2009
Der Lama hat sich angekündigt. Es gibt nach so viel Zeit einige Fragen zu klären und natürlich freuen wir uns sehr auf den Besuch!

Aber erst wird im Vorfeld wie üblich geputzt, aufgeräumt, gewienert und verschönert was das Zeug hält.
   
Das zukünftige Zimmer von Evi - ein Dauerbrenner, seit wir uns entschieden haben, hier die neue Elektrik unter Putz zu verlegen. Dann hieß es: Die Tapete muss runter... Kein Problem, oder? Die ersten paar Schichten gingen auch leidlich ab - lediglich ein paar Wochen Arbeit..
...aber dann!
Darunter gab es noch eine Schicht wasserfester Tapete, schön dunkelbraun, die offenbar mit der Wand untrennbar verwachsen war. Daran haben sich die verschiedensten Spezialisten und Techniken versucht und schließlich hat das Heißluftgebläse in mühevollem Kleinkampf gesiegt. Danke allen Helfern!
Der Flur im Bewohnerbereich (1.Stock) nimmt auch langsam Form an. Die offenliegenden Kabel sind nun nach eineinhalb Jahren endlich unter Putz verschwunden und die Bewohner werden nun nicht mehr von dem Urwald aus Lianen beim Durchgehen eingefangen.

Man munkelt, dass der ein oder andere Bewohner dauerhaft im Gewirr der Kabel verloren ging.
Aber dafür gibt es keine Beweise!
   
Überall stehen Blumen.
Das Sommerwohnzimmer ist auch wieder wohnlich!
   
Das Bett für Ole ist schon gerichtet...
...und alles liebevoll dekoriert.
   
Das Serviceteam...
...und das Küchenteam stehen bereit.
   
Und dann beginnnt das Warten.
Immer mehr Gäste treffen ein - alle mit den gleichen Schirmen !?
   
Dann trifft der Lama ein. Und als erstes geht er zum Phurba und spricht ein paar Mantras.
Das tut er jedesmal - aber die wirkliche Bedeutung des Phurba - insbesondere für die Altmühle - ist uns erst jetzt durch seinen Besuch so richtig bewußt geworden.

Mehr dazu weiter unten!
   
Im Essraum ist es dann ganz schön eng!
   

Dann geht's in den Meditationsraum, für einen Austausch mit dem Lama und mit Caty - über eine Menge Dinge rund um die Altmühle. Unter anderem um die neuen Entscheidungsstrukturen beim Bau (Bauherren, Architekten), die sich seit bereits einiger Zeit herausbilden und wo sich einige fleißige und verantwortungsvolle Leute gefunden haben.

Außerdem geht es um das aktuelle Vorhaben, noch mehr Begeisterte in Mittelrhein und darüber hinaus zu erreichen, die die Altmühle als "Ihr Projekt" sehen. Das Anwesen ist ein großes Geschenk und bietet weit mehr Möglichkeite, als bisher genutzt werden. Lama Ole nannte die Altmühle einmal "Retreatzentrum für Deutschland". Das ist sie bereits - aber vieles ist noch provisorisch und vieles kann intensiviert werden. Das Potential ist riesig!


Seit Jahren läuft das "Amden-Modell", bei dem einzelne Sanghas die Verantwortung für ein ganzes Wochenende übernehmen sehr gut!
An dieser Stelle ein dickes Lob und ein großes Dankschön an die vielen fleißigen Helfer (von Freiburg bis Leipzig), die in den vergangenen 4 Jahren regelmäßig ihre Freude und Ihre Aktivität hineingeben - und das trotz der oft weiten Anfahrten - um zu kochen, zu putzen, zu organisieren, abzukassieren etc.

Das gleiche Dankeschön gilt natürlich auch für alle fleißigen Bauhelfer (Architekten, Bauherren, Elektriker und Sanitärfachmänner und alle Beteiligten) sowie natürlich das wetterfeste Gartenteam, die unermüdlichen und unsichtbaren Buchführer (Stiftung und Zentrum) und all die Ungenannten, die sich um Hausmeistertätigkeiten, Öffentlichkeitsarbeit, Bürotätigkeiten, Nachbarschafts- und Behördenkontakte kümmern, Kissen und Vorhänge genäht haben, endlose Wände angestrichen haben, Computer zusammengebaut, Konzerte organisiert, Plakate gemacht, Werkstatt organisiert, Reservierungen entgegengenommen, Holz gehackt, Telefonate beantwortet, Wäsche gewaschen und Einkäufe getätigt haben, Müll entsorgt, Bauabfälle zur Deponie gebracht, immer wieder Liegengebliebenes aufgeräumt haben, Jahresberichte für die Stiftung erstellten...... Ihr seht, die Liste selbstloser Tätigkeiten ist endlos!

...a propos:

Hier gibt es die Jahresberichte 2006/2007/2008 der Stiftung zum Herunterladen(!) - da kann man einen Eindruck gewinnen, von dem was in den letzten Jahren alles passiert ist. Aus dem Nichts heraus nach bereits einem Jahr 140 Gäste zum Mittelrheinkurs!! Mit großer Gompa, Toiletten, Verpflegung, Spülstraße, Übernachtung für viele... unglaublich!

Für diejenigen, die die Altmühle erst jetzt richtig kennenlernen: Aus dem Nichts heraus heißt: Es gab keine Tische und keine Stühle, keinen Staubsauger, kein Telefon, kein Internet, kein Geschirr, keine Töpfe, keine Computer, kein Büro, keinen Essraum, keinen Altar, keine Statue, keine Medi-Kissen, keine Regale, keinen Shop, kein gar nichts!!! Vor allem aber gab es am Anfang keine Sangha! Nur Bewohner.
Und zum ersten mittelrheinweit ausgerufenen Bauwochenende meldete sich genau eine (in Zahlen: 1) Personen an! Rudi hat dann alle Zentren antelefoniert, dann waren es schon 8 Helden.

Nun schaut mal, was wir mit der gesammelten Kraft aus Mittelrhein und West geschafft haben! Seit 3 Jahren jeden Monat einen Reiselehrerkurs, Nyungne-Kurs, Statuenfüllen, Medizinbuddha, Mittelrheinkurs, 24h-Meditationen, Malkurs mit Norbu, Grillabende mit Nachbarn, 4 öffentliche Konzerte, Buchhaltertreffen, Mitgliederversammlungen, mehrere Mittelrhein-Visionstreffen, Retreats der gesamten Region West, sehr viele Sangha-Retreats von Amden bis Dresden... Ganz abgesehen von den Renovierungen und Ausbau, Bereitstellen der Infrastrukturen (von Heizung bis Spülstraße), Trockenlegung des Kellers unter der Scheune sowie Drainage unter Mühlgraben.
Und sogar eine dreitägige Einweihung mit Sherab Gyaltsen und - am tollsten- der Besuch Karmapas haben stattgefunden!

Jetzt freuen sich alle, wenn noch mehr Begeisterte die Altmühle als "ihr Projekt" sehen. Die "Neue Welle" trägt bereits Früchte! Mehr dazu in Kürze.

   
Vor der Besprechung mit Lama Ole und Caty. Hier die linke Fraktion.
   
Hier die "Neue Mitte".
   
Hier die rechte Fraktion.
   
Danach harren wir noch eine Weile im Hof aus.
Schwer beschäftigt mit dem Werfen sternförmiger Schatten.
   
Und...wie passend...ein Regenbogen um den Mond!!
   
Beim Frühstück...
...ist Ole schon hellwach...
   
...aber ich war zu sehr mit dem Fotografieren beschäftigt, um mitzubekommen, um was es ging.
Freunde aus ganz alten Zeiten unter sich.
   
Dann gab es noch einen Rundgang durch das Anwesen.
In der Scheune, der zukünftigen Gompa.
   
Die Kellereingänge haben schöne Sandsteineinfassungen.
Vielleicht ein Podest über dem hinteren Drittel der Scheune?
   
Bei der Gelegenheit fragen wir nach dem möglichen Standort für einen Stupa. Und dann kommt das für uns Überraschende: "Einen Stupa könnt ihr schon bauen, wenn ihr wollt. Aber wichtiger ist der Phurba, und der ist ja schon da." Auf meine verdutzte Frage, warum denn der Phurba wichtiger sei, als ein Stupa, sagt Ole: "Weil der Phurba von seiner Energie her zur Stelle gehört."
Der Phurba ist eine zornvolle Form von Diamantgeist und nicht nur Schützer, sondern auch Yidam.

Trotzdem betrachten wir den Garten und den Wingert, um einen Platz für den zukünftigen Stupa zu finden.
Der Phurba ist ja schließlich schon da ;-)
Nebenbei zeigen wir natürlich, was schon so alles passiert ist. Willi meint: Noch eine Saison harter Arbeit im Garten und dann sind wir so weit, dass wir nur noch das Erreichte pflegen müssen.
   
Ole in der Garage.
Im Wingert.
   
Unerwartet sagt Ole: "Auf die Stirnseite der Gompa (Scheune, links im Bild) wird dann die weiße Befreierin gemalt"
Wir sind begeistert. Was für eine Idee!
   
Ole lässt den Wingert auf sich wirken.
   
Und dann ist es klar: Hier soll er hin, der Stupa.
Hier wächst - mitten in der Wiese - ein kräftiger Distelstrauch.
Lama Ole: "Dies ist ein natürlicher Kraftplatz, hier soll der Stupa stehen"
   
Gemeinsam inspizieren wir den Distelstrauch.
   
Ein natürlicher Kraftplatz.
   
Kurz danach müssen Ole und Caty fahren. Basel wartet.

Schnell sind die Koffer verladen und schon sind sie weg. Schade, es geht immer so schnell!!
   
Die Zurückbleibenden lassen ihre Eindrücke vom Event noch einmal Revue passieren.
Und die Küche kann endlich ENTSPANNEN!!
   
Endlich Entspannen!
Keine Ahnung, wer der Fotograf war und ob er sich dann dazulegte...
...ich hätt's getan!
   
 
 
   

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